Rien, rien...

Veröffentlicht auf von Sash

Ich möchte trotz sicher gewaltiger grundsätzlicher Meinungsverschiedenheiten die Autoren des dieswöchigen Spiegel-Titel-Artikels (Nr. 47/2008) loben. Über die Finanzkrise ist viel geschrieben worden, und zu meiner Überraschung hat es die Kapitalismuskritik zu diesem Anlass immerhin mal aus den dunklen Kammern der radikalen Linken ans Licht der Weltöffentlichkeit geschafft. Ändern wird sich wahrscheinlich wenig, aber das will ich nicht in diesem Eintrag breit treten. Ich möchte den Artikel wirklich ernstlich loben, weil er selbst für einen Spiegel-Titel lang ist (Seite 44 bis Seite 80), und anhand vieler kleiner Beispiele und einer langen Zeitspanne anschaulich bis bedrückend erklärt, was genau sich eigentlich zugetragen hat. Zwar findet sich nicht viel der meiner Meinung nach angebrachten grundsätzlichen Kritik im Verlauf des Artikels, aber die Schlußsätze haben das Zeug dazu, Geschichte zu schreiben, wenn die Voraussagen eintreffen... Also wenn mir bei einem Artikel über die Wirtschaft ein Schauer über den Rücken läuft. :)
Der allerletzte Absatz, den ich meine (Vorkenntnis wäre hilfreich):

"Und wie so oft in einer Krise wehren sich Notenbanken und Regierungen mit immer neuer Geldzufuhr, immer neuen Staatsgarantien, immer neuen Milliarden, mit Billionen gegen das Platzen der finanziellen Superblase. Als wäre es eine letzte Wette auf den Erhalt und gegen den Untergang der bestehenden Weltordnung.
Alles auf schwarz.
Rien ne va plus.
"

(Quelle: Spiegel, Nr 47/2008, S.80)

Alles auf schwarz.
Rien ne va plus.

Rien ...

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