Sashs Blog

In diesem Blog schreibe ich so ziemlich über alles, was mir einfällt. Privates und Politisches. Poesie und Pöbel. Denn eine Trennung ist ja nicht immer leicht. Wessen Leben besteht nur aus Arbeit oder nur aus Freizeit? Wer will die Grenze ziehen? Ich sicher nicht. Na denn, habt viel Spaß am Lesen.
Ein kurzer Warnhinweis an die jüngeren Leser:

Liebe Kinder, es ist normal, dass ein Blog nicht nur aus Bildern besteht!

Da es eine Menge verschiedene Themen gibt, ist es mitunter sinnig, sich nur eine Kategorie anzeigen zu lassen. Über einen Kommentar würde ich mich natürlich sehr freuen.

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Dienstag, 13. mai 2008
Nach Verbalentgleisungen gegenüber Vergewaltigern und Mördern ist Franz Josef Wagner von der Bild mal zur Ruhe gekommen und schreibt zum Dank an Hilfsorganisationen, die in Burma den Opfern des Taifuns helfen. Das kann man machen, man sollte es vielleicht sogar. Aber wie fast immer schafft Wagner es, daraus etwas ganz anderes zu machen: Eine Lobeshymne auf sich selbst, weil er spendet.
Bitte nicht falsch verstehen! Es ist super, das Franz Josef Wagner spendet, und es ist sicher auch nicht allzu schlimm, dass er seine Kolumne nutzt, um indirekt zu Spenden aufzurufen. Was aber erschreckend ist, ist wie er genau das Klischee bedient, das mich an vielen - oft auch nur so genannten - Wohltätigkeitsveranstaltungen abschreckt: Er kauft sich frei.
Er schreibt "Ich weiß nicht, welcher Organisation ich in diesem Monat 20 Euro gespendet habe, aber gespendet habe ich." Schön.
Also eigentlich interessiert es ihn nicht! "Ein Bisschen Geld kann ich entbehren, damit habe ich genug gutes getan!", oder wie? Er erzählt mal eben, dass er einfach eine Flasche Wein weniger bei seinem Italiener trinkt, dann sind das schon 25 Euro mehr, die er spenden kann. Schön.
Wie... großzügig!?
Ich vermute, dass das auch als Begründung herhalten muss, dem "Penner" an der Ecke keinen Euro zu geben, weil man seinen Beitrag zu einer gerechten Gesellschaft ja schon geleistet hat. Nun hab ich das Problem, dass ich mir in meinem Leben noch nie eine Flasche Wein für 25 Euro geleistet habe. Das ist nicht grundsätzlich schlimm, denn ich bin einfach kein Weintrinker, und ich lebe in einem für mein Empfinden zufriedenstellenden Umfeld. Aber von meinen 500 Euro Arbeitslosengeld werde ich wohl auch diesen Monat weder 20, noch 50 Euro - wie der großzügige Herr Wagner - spenden können.
Muss ich eben ein schlechter Mensch bleiben. Ich werde wohl nie feststellen dürfen , dass Helfer bei Katastrophen "so beruhigend wie ein Glas Milch am Abend" sind. Ich werde nicht jede Nacht ruhig schlafen können, weil ich mir bewusst sein muss, dass ich im Vergleich zu vielen Menschen in einem absurden Luxus mit Essen, Computern und (halbwegs garantierter) Meinungsfreiheit lebe. Wie schön, dass Herr Wagner diese Probleme jetzt nicht mehr hat!
von Sash veröffentlicht in: Medien Community: Medienkritik von Privat
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Dienstag, 13. mai 2008
Anfang letzten Monats habe ich einen Brief ans Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg geschrieben. Ich wollte Auskunft über eventuell über mich gespeicherte Daten haben. Das steht mir gesetzlich zu.
Telefonisch wurde mir ja zugesichert, dass ich dann "recht schnell" eine Antwort bekomme. Nun, scheinbar decken sich die Vorstellungen von "recht schnell" von mir und vom Verfassungsschutz recht wenig. Ich habe noch keine Auskunft, weder schriftlich noch - gut, die Nummer hätten sie rausfinden müssen - telefonisch. Das finde ich schon schade. Ich bin am Überlegen, ob ich noch einen zweiten Brief schreibe. Mal sehen.
Aber als Merksatz: Anderthalb Monate decken sich offenbar mit der Umschreibung "recht schnell". So einen Job hätte ich auch mal gerne...
von Sash veröffentlicht in: Persönliches
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Dienstag, 13. mai 2008
Hab mich vorher ziemlich gekringelt - vor Lachen - als ich eine Werbung fürs Manager-Magazin im Spiegel gelesen habe. Das war so eine übliche "Lesen sie drei Ausgaben zum Preis von zweien Probe und erhalten sie hierfür ein supergeniales Geschenk!"-Geschichte. Das ist nicht unnormal, aber ich habe mich dennoch gefragt, ob das Magazin in diesem Fall nicht ein bisschen an seiner Zielgruppe vorbei plant, den bei dem tollen Geschenk handelt es sich um einen mp3-Player. Einen USB-Stick mit einem Gigabyte Kapazität. Man könnte auch sagen: Ein Billig-Gerät wie viele andere. Warum sollte ausgerechnet ein Leser des Manager-Magazins sich mit so einem Angebot ködern lassen? Solche Teile nehmen einem doch heute die Zwölfjährigen nicht mehr ab, weil sie schon drei davon haben! Wenn das Teil jetzt besonders edel designt wäre, oder wenn es wenigstens eine vernünftige Rolex-Fälschung zum Magazin gäbe... ok! Aber kann das noch jemand ernst nehmen?
Stellt euch sich zur Erläuterung folgenden Dialog auf einer Herrentoilette in der Ausichtsratsetage eines gehobenen mittelständischen Betriebes vor:

A: Boah, was haben sie denn da für ein tolles Gerät?
B: Das gab es beim Manager-Magazin gratis dazu!
A: Nein echt? Meine Natalie hat auch so eines!
B: Liest die schon Papis Zeitschriften?
A: Nein, aber zum Drei-Wochen-Probe-Abo von Bravo gab's die auch...

Na denn: Hang!
von Sash veröffentlicht in: Medien Community: Medienkritik von Privat
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Dienstag, 13. mai 2008
So, wie der geneigte Leser also erkannt hat, ist die Werbung in meinem Blog jetzt aktiv - das heisst, demnächst krieg ich ein paar Cent pro Woche dafür, dass ich schreibe, und dafür, dass ihr den Blog besucht. Ich hoffe einfach mal, dass das niemanden wirklich stört. Auf meinen letzten Hinweis gab es keine negativen Bemerkungen (gut, auch keine positiven!), und so denke ich, dass ihr mit dem kleinen Banner leben könnt. Bevor jemand fragt: Nein, ich kann ihn nicht unten am Rand verstecken!
Außerdem muss ich meine Gewinnerwartungen wohl nach oben korrigieren: Nach derzeitigem Stand würde ich täglich 0,04 € verdienen, nicht 0,01 €. Hab die entscheidende Zahl erst heute mitbekommen. Naja, dann mal kapitalistische Grüße :)
von Sash veröffentlicht in: Blog
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Sonntag, 11. mai 2008
Heyho Peoples! Sorry, dass ich gerade so wenig dazu komme, meinen Blog zu aktualisieren. Ich hab am kommenden Donnerstag meine schriftliche Prüfung, und ich muss schon noch einiges in mein Hirn pressen. Da bleibt wenig Zeit, das Internet zu durchforsten und meinen Senf zu jedem Schwachsinn zuzugeben, den die Bild oder sonstige Leute verbrechen. Ich bemühe mich natürlich trotzdem!
Jetzt wollte ich noch eine niedliche Sache hier aus unserem "Kiez" melden. Wir haben hier nämlich etwas, das nicht jeder Stadtteil haben wird: Eine mobile Disco.
Regelmäßig tauchen hier auf dem Parkplatz vor dem Haus Autos auf, die mit ordentlich Power in den Subwoofern dafür sorgen, dass sich die ortsansässige Jugend vergnügen kann. Da wird dann auf dem Parkplatz getanzt und gegrölt, und der Kaiser's von nebenan sorgt für den Verkauf von Alkoholika. Ich klinge jetzt bestimmt wie ein genervter Anwohner - das bin ich aber wirklich nicht. Ich finde es nur witzig, und ich hab mir vorgestellt, wie sich ein eigenes Konzept daraus entwickelt. Analog zu den Büchereibussen in anderen Stadtteilen eben - nur auf's Niveau der Zielgruppe zugeschnitten. Finanziert wird so eine mobile Disco natürlich über Spenden (Mama und im Extremfall Schutzgelder ;) und auflegen tun natürlich die Stars der noch jungen Szene: DJ emule-Highspeed und MC 3er-Proll besticht mit ein paar Vocals. Dieser Stadtteil hier groovt sowas von - und das alles aus der Heckklappe eines zehn Jahre alten Opel Corsa in Rot. Fantastisch!
Im Ernst: Ich mag die Umgebung immer noch...
von Sash veröffentlicht in: Vermischtes
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