Amok mit Rückgaberecht

Veröffentlicht auf von Sash

Na denn,
ich habe mir eine Weile lang überlegt, ob ich wirklich wie tausende andere wahrscheinlich irgendwas über den Amoklauf in Blacksburg schreiben soll. Aber was soll's? Dieses Ereignis strotzt ja nur so vor Absurditäten, die einem echt die Tränen in die Augen treiben.
Preisverdächtig ist beispielsweise die Regelung, die laut Spiegel in Utah existiert: Dort sind Waffen an der Uni erlaubt - damit man im Notfall auch mal zurückschießen könnte. Ich meine, auf den ersten Blick scheint das ja noch einer gewissen Logik zu folgen ("Killst du mich, kill ich dich, in der Bibel auch schon so oder so ähnlich erwähnt...), aber wenn man es genau betrachtet, erlegen sich die sensiblen Zeitgenossen sowieso wenn Gefahr im Verzug ist. Der Spaßfaktor alleine wäre kein Grund, und ich bezweifle auch, dass es sich zahlenmäßig rechnet. Wahrscheinlich hätte jede zweite Uni auf Dauer alle ein bis zwei Jahre einen Toten zu beklagen, der "aber ganz ganz sicher aussah wie ein Amokläufer" oder vielleicht das falsche Gesicht am falschen Ort hatte, oder wie auch immer Onkel Bush das ausgedrückt hat.
Dann war da noch die Tatsache, dass ein verhaltensauffälliger Jungspund mal eben so ein paar Waffen kaufen kann, da war dessen unverfrorene Coolness, nach den ersten zwei Toten noch mal eben zur Post zu latschen um seine kuriosen Gewaltphantasien mit dem Rest der Menschheit zu teilen, etwas bei dem die Medien natürlich gerne mitspielten. Eigentlich ist an dieser Geschichte nicht wirklich viel originell. Vielleicht der Score, aber wen interessiert das denn heute noch, wenn keine Verwandten betroffen sind.
Und wann wird diese Welt eigentlich mal begreifen, dass es eine hundertprozentige Sicherheit nicht gibt? Schon gar nicht durch liberalere Waffengesetze.

Naja, ich warte weiter
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Veröffentlicht in Menschliche Idiotie

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