Kriege ich neulich eine "Androhung von Zwangsgeld" vom Stuttgarter Finanzamt, weil ich meine Steuererklärung für 2007
noch nicht abgegeben habe. Das ist insofern komisch, als mir bei meinem letzten Telefonat gesagt wurde, mit Stuttgart sei nun alles geklärt, das Finanzamt Berlin melde sich dann bei mir.
Rufe ich da also gestern an und erfahre: "Huch, das Konto existiert ja gar nicht mehr! Nein, das Schreiben, das können sie wegschmeißen, das war dann sicher ein Fehler..."
Na denn! Erschrecken wir den zum Geburtstag mal ein bisschen... warum auch nicht?
Freitag, 14. november 2008
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Juhu! Endlich eine Antwort vom Verfassungsschutz! Sie behaupten sogar, keine Daten über mich zu haben. Wobei? Ganz sicher bin ich mir
eigentlich immer noch nicht.
Der Wortlaut:
Hiermit bestätige Iich den Eingang ihres Schreibens beim Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg.
Ich darf Ihnen mitteilen, dass beim Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg soweit feststellbar keine Daten in Akten oder Dateien zu
Ihrer Person gespeichert sind.
Mit freundlichen Grüßen
-Name eines Mitarbeiters-
(Hervorhebungen in Form von Unterstreichen im Original)
Soweit feststellbar? Von wem? Also hey, ich bin friedlich genug, bzw. hab mich selten genug bei was erwischen lassen, um glauben zu können, dass sie nichts über mich haben. Aber die Formulierung
hat schon was für sich, oder?
Naja, dann werde ich das demnächst bei der Stuttgarter Polizei wiederholen. Die haben sicher was.
Nach meiner grandiosen Erfahrung mit der Innung (siehe Artikel vorher) bin ich dann mal wieder zum LABO und hab mich darauf vorbereitet,
meinen P-Schein zu beantragen. Bin spät dran damit, und es soll ja noch was werden. Inzwischen brauche ich aber nicht einmal mehr eine Anmeldung, weil ich ja den Schein aus Stuttgart schon habe.
Das heisst, ich habe heute eine Dreiviertelstunde gewartet, um mir sagen zu lassen, dass ich umsonst hier bin. Naja, immerhin ersparen mir diese Neuerungen mindestens 13 Euro (ich brauch auch
kein Führungszeugnis), wenn nicht sogar ein bisschen mehr (Erweiterung ist wohl nicht so teuer wie ein Neuantrag). Da hat sich das dann ja doch gelohnt.
Mittwoch, 9. april 2008
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Heute hat der Sash mal was ungewöhnliches gemacht. Ich war bei der Post. Jaha, ich schreibe noch Briefe. Soll man glauben oder
nicht. Genau genommen habe ich zwei abgeschickt, und bei dem einen bin ich echt interessiert, was dabei herauskommt.
Dieser Brief ist ans Landesamt für Verfassungsschutz adressiert. Warum mache ich sowas? Nun, ich will einfach wissen, ob die Jungs und Mädels was von mir gespeichert haben. Ich gehe, ehrlich
gesagt, davon aus - aber wer weiss es schon, wenn er nicht nachfragt. Ich werde hier nicht groß über alle Gründe reden, warum ich mir das vorstellen könnte, aber ich bin wirklich gespannt auf die
Antwort. Zugegeben, die Wahrscheinlichkeit, dass sie auf den ersten Brief was anderes antworten als "Gibt's nicht" (nur in amtsdeutsch), ist wahrscheinlich eher gering.
Dennoch: Ein Versuch ist es wert, und es muss ja nicht beim ersten Brief bleiben. Was ich mir witzigerweise vorgestellt habe, ist: Die rufen mich zurück - obwohl ich keine Nummer angegeben habe
:)
Dienstag, 1. april 2008
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Diese Überschrift klingt ein wenig pathetisch und so, als hätte nicht ich sie mir ausgewählt. Habe ich auch nicht! Es ist ein Zitat von Janusz Korczak. Was
schreibe ich also jetzt?
Ich wollte eigentlich nur anmerken, dass dieses Zitat von dem Menschen stammt, nach dem die Straße benannt ist, in der die Arbeitsagentur Marzahn-Hellersdorf untergebracht ist. Jene Agentur also,
die mir notfalls meine Taxifahrer-Ausbildung nehmen will, um mich in einem anderen Job unterzubringen. Sophie hat dieses Zitat schon vor einiger Zeit gefunden, und gemeint, ich sollte es
gegebenenfalls eben dort auf den Tisch bringen. Schauen wir mal, ob sich das ergibt, denn schließlich bin ich gerade noch krankgeschrieben und somit noch ein wenig sicher vor dem nächsten
Termin beim Amt.
Dennoch eine nette Anekdote, oder?
Ja, es gibt auch gute Tage! Das mit dem Rauchen... ähm - lassen wir das! OK? Ich bin einfach kein Nichtraucher, und ich werde es so schnell nicht sein. Ich habe
inzwischen einen Weg gefunden, wie ich deutlich weniger rauche, und damit bin ich vollauf zufrieden.
Warum aber ist dies ein guter Tag. Nun, ich bin ewig mit meiner Freundin durch die Stadt gelaufen. Das ist schon mal grundsätzlich schön, aber wir haben auch gleich noch ein paar Dinge erledigt.
Dazu hat unter anderem ein Besuch beim Amt gehört, weil ich mal wissen wollte, ob ich mit meinem alten P-Schein nicht doch noch irgendwie sparen könnte.
Und ich kann! Das sogar in genau dem Maximalumfang, in dem ich es mir gewünscht habe. Ich brauche keinerlei medizinische Checks mehr machen. Ich muss "nur" meine Ortskundeprüfung machen, und das
war es dann. Herrlich!
Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Ich finde die medizinischen Tests sinnig, insbesondere den Augenarztbesuch. Aber es wäre doch zu abenteuerlich gewesen, wenn ich mit meinen alten Ergebnissen
in Stuttgart bis Ende 2011 fahren dürfte, und hier alles noch mal prüfen lassen müsste. Aber so ist es ja nun auch nicht. Das Schöne ist aber nicht der ersparte Stress, es ist einfach das Geld!
Diese Gutachten kosten auch. Das sind hier 50 Euro und da mal 100 Euro. Alles nicht die Welt, aber wenn ich ehrlich bin, dann sind 100 Euro in meinem Universum viel Geld, und sie werden es noch
eine Weile bleiben. Also kann man mit Ämtern auch mal Glück haben. Ich hoffe, dass ich das dann bei der konkreten Antragsstellung nicht revidieren muss.
Optimistische Grüße aus Berlin,
Donnerstag, 13. märz 2008
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Heute hat meine Arbeitsamts-Zuständige dann tatsächlich oberpünktlichst zurückgerufen. Hat mich natürlich gefreut. Jetzt war das aber leider - ich hatte bisher noch
nichts mit ihr zu tun - so eine Art "Ich-mach-die-Regeln-und-sie-hören-einfach-nur-zu-Tante". Ihr vorrangiges Interesse war natürlich, ob meine Ausbildung zum Taxi-Fahrer die Agentur auch
wirklich nichts kostet. Kann ich verstehen, wäre aber nett gewesen, wenn sie sich für irgendwas interessiert hätte. Hat wahrscheinlich nach dem Motto "Mein Name ist Hase, ich interessiere mich
für nichts..." gehandelt. Naja, eigentlich trifft der Satz hundertprozentig zu.
Ich musste natürlich bestätigen, dass ich zur Verfügung stehe, wenn ich andere Arbeit finde. Soweit, so gut, ABER: Ich darf diese Arbeit nicht ablehnen, nur weil sie mit meiner Ausbildung
kollidiert.
Dazu hab ich ein paar Sachen zu sagen: Ich hab zweimal die Woche einen festen Termin, und wenn sich der nicht umgehen lässt, dann WERDE ich die Arbeit wohl ablehnen.
Was die gute Frau scheinbar nicht so ganz kapiert, ist doch das: Nach dieser Ausbildung habe ich garantiert einen Job - weil ich mich dort verpflichten muss. Wenn ich jetzt drei Wochen vorher mit
Zeitarbeit anfange, dafür die Ausbildung schmeisse, weil ich da schichten muss, dann ist das kurzfristig für mich scheisse - weil ich schlechter verdiene - und langfristig auch fürs Amt - weil
ich entweder schnell wieder ohne Arbeit dastehe, oder sowieso wegen der miesen Bezahlung nebenher Staatskohle anfordern muss.
Ich meine, ich bin ungelernt und wohne in Berlin, hab bisher nur als Fahrer gearbeitet und hab hier noch keinen P-Schein. Wie groß sind meine Chancen?
Aber da sind wir beim zweiten Punkt: Ich glaube nicht, dass ich großartig in Versuchung gerate, irgendeine Arbeit abzulehnen. Immerhin hat die Agentur es während meiner letzten Arbeitslosigkeit
in zweieinhalb Monaten nicht geschafft, mir mehr als ein Stellenangebot zuzuschicken. Im Endeffekt ist das dann also viel Wirbel um nichts. Ich bin ja schonmal gespannt, was aus ihrer "Androhung"
wird, ich müsse ja auch dran denken, dass ich bundesweit Chancen haben könnte...
Ich weiss schon, weswegen ich diese Agentur am liebsten in den Wind schiessen würde. Ich brauch nur für 3 - 5 Monate Geld, danach zahl ich das notfalls wieder zurück, um mehr geht es doch nicht.
Gerade diesem kranken System sollte es gefallen, dass ich ohne Aufforderung Ausbildungsmaßnahmen ergreife, die den Staat nichts kosten und mich am Arbeitsmarkt attraktiver machen. Bäh, jetzt rede
ich schon, wie einer von denen...
Arbeitslose Grüße
Mittwoch, 6. februar 2008
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Ich habe nun einen Anruf beim Arbeitsamt (ich werde das wohl immer so nennen) hinter mir. Mein Ziel war es, zu erfahren, ob ich während meiner Ausbildung weiter
Arbeitslosengeld (I) bekommen würde, da sie ja nicht länger als 15 Stunden die Woche dauert. Ich gebe zu, dass ich gerne auf Arbeit verzichten würde in der Zeit, weil ich weiss, dass mir das
Lernen schwerfallen wird. Zudem: Wer stellt mich ein, wenn ich zwei Werktage pro Woche mittags weg bin? Aber immerhin hätte ich einen Arbeitsvertrag in Aussicht, und das Amt müsste eigentlich
auch sonst nichts zahlen. Ich bin also mal guter Dinge. Irgendwann in den nächsten 48 Stunden ruft dann angeblich meine Bearbeiterin an. Ich bin ja mal gespannt.
Einen Weg, an zusätzliches Geld für die Ausbildungszeit zu kommen, habe ich noch nicht gefunden. So langsam nervt es mich, dass das nicht als "reguläre Ausbildung" zählt. Nur weil es ein bisschen
kürzer ist?
Naja, dann sind wir mal gespannt, was das Amt sagt. Drei Möglichkeiten gibt es:
1) Sie halten das sogar für eine förderungswürdige Geschichte und ich kriege sogar mehr Geld
2) Sie sehen das als reguläre Nebenbeschäftigung, und alles läuft wie gehabt
3) Ich verliere alle Ansprüche
Es wäre zwar höchst unlogisch, wenn das dritte eintreten würde, denn dann müsste ich auf die Ausbildung verzichten und dem Staat aller Voraussicht nach noch länger auf der Tasche liegen, aber man
weiss ja nie...
So denn, auf geht's!
Montag, 4. februar 2008
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