Nun fängt das Jahr für mich ja arbeitsmäßig schon gut an. Gesundheitlich war das mit der Virus-Infektion eher schlecht,
aber es gibt zum Ausgleich noch etwas tolles: Der Chili-Anbau geht in die nächste Runde!
Ich muss an dieser Stelle mal ehrlich sein: Ich bin kein großer Pflanzenfanatiker. Kein Bisschen eigentlich! Mir fehlt die Geduld, das Interesse und infolge dessen auch der grüne Daumen. Mit
Pflanzen, die keinen praktischen Nutzen haben, stehe ich mehr oder weniger direkt auf Kriegsfuß.
Meine Chilipflanze aus dem letzten Jahr (Habi) lebt zwar noch, aber das hat er mehr seinem Kultstatus zu verdanken, als meinem Geschick. Ich bringe es einfach nicht übers Herz, ihn eingehen zu
lassen, obwohl er nicht eine Frucht geliefert hat. Gewisse Trockenzeiten muss er allerdings schon über sich ergehen lassen...
Naja, wie in der Überschrift erwähnt: Neues Jahr, neues Glück, und meine Geduld ist nur bedingt gefragt, denn Ozie widmet sich der Pflanzenaufzucht einmal mehr mit größter Leidenschaft, sodass
ich das Spektakel des Wachstums recht unbeteiligt, aber dennoch aus nächster Nähe beobachten kann. Wenn die Pflanzen eine gewisse Größe haben, werde ich mir dieses Jahr allerdings gleich zwei ins
eigene Zimmer stellen.
Das Jahr 2009 wird chilimäßig ein wenig professioneller. So hat Ozie sich bereits eine große Saatschale für 44 Torftöpfchen gekauft, und dieses Jahr sind sämtliche Samen gekauft. Dazu
experimentieren wir mit ein paar exotischen Sorten, aber dazu später mehr.
Jetzt kommt der Part mit der Werbung aus Überzeugung:
Bestellt haben wir die Samen bei pepperworld.com, einem Chili-Portal, dass mir schon seit geraumer Zeit sehr sympathisch ist. Die Lieferung kam heute an,
und wir waren positiv überrascht. Das Paket war ordentlich gepackt, und es gab eine ganze Menge Nettigkeiten dazu.
So waren zwei Aufkleber, ein Stückchen Chili-Schokolade, eine Postkarte und ein Mini-Kalender mit Schärfeskala beigepackt. Sehr sympathisch!
Die Tüten mit den Samen sind zudem vorbildlich beschriftet, und so steigt die Hoffnung, dass wir dieses Jahr ein paar Früchte mehr ernten können. Wobei wir letztes Jahr mit Pepperoni schon reich
gesegnet waren.
Inzwischen sind die meisten Samen zum Keimen in der Saatschale, was dann wie folgt aussieht:
Aber was haben wir da eigentlich alles gepflanzt? Sind da nicht doch Drogen dabei?
Nein! Wobei Capsaicin ja durchaus ein gewisses Sucht-Potenzial hat. Wir haben insgesamt sieben verschiedene Sorten Chilis gepflanzt, die unterschiedlichstes versprechen. Wie es dann genau wird,
kann ich natürlich noch nicht sagen, aber ich zähle hier mal die Sorten auf, die wir zu ziehen gedenken:
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Ancho (Poblano): Soll eine mittelscharfe Sorte sein, die sich gut zum Schmoren und Füllen eignet. Wachsen sollen sie
recht flott. Eine durchschnittliche Geschichte eigentlich.
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Aci Biber Sivri: Eine türkische mäßig- bis mittelscharfe Sorte, die sich auch zum pur Essen eignen soll. Zudem soll
sie bis zu 20 cm lange Schoten liefern. Das stelle ich mir schon optisch grandios vor...
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Hot Lemon: Eine Pflanze mit gelben Früchten, die einen interessanten Zitrusgeschmack haben sollen. Zudem recht
scharf. Auf die bin ich sehr gespannt.
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Habanero: Meine bisherigen Lieblings-Chilis. Enorm scharf, aber mit einem Aroma... unbeschreiblich. Da schmeckt man
die Chilis in der Soße wirklich raus - nicht nur der Schärfe wegen... einfach geil!
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NuMex Suave Orange: Eine Neuzüchtung, die schmecken soll wie die Habaneros, aber dafür extrem mild ist. Finde ich
interessant, weil bei entsprechender Habanero-Dosierung das Rachenbrennen manchmal doch extrem wird...
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Festival Bicolor: Eine Zierpflanze mit dennoch essbaren Früchten, die wohl eine enorme Farbenpracht entwickeln kann.
Zudem recht scharf. Bin gespannt auf die Optik.
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Bhut Jolokia: Die schärfsten Chilis der Welt. Die darf in unserer Sammlung natürlich nicht fehlen. Auf das Feuer bin
ich sowas von gespannt... wobei ich wahrscheinlich den Sicherheitshinweisen Beachtung schenken werde, und sie nicht mit bloßen Händen anfassen, bzw. nicht pur probieren werde. Nach allem, was
man über diese Früchtchen liest, ist damit nicht zu spaßen!
Zur Erheiterung habe ich mir zudem eine Tüte Habanero-Gummibärchen schicken lassen,
die echt verdammt geil sind. Wer Kinder nicht mag, der mischt die unter die normalen Gummibärchen - das sollte für ein Schreikonzert reichen... aber wenn man sich drauf einstellt, dann sind die
verdammt lecker. Leider mit 1,95 € für 100g recht teuer. Naja, für einen Scherz isses noch ok...
So, nun seid ihr auch bei den Chilis wieder auf dem neuesten Stand.
Mittwoch, 21. januar 2009
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veröffentlicht in: Chilis und dergleichen
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