Computer und Probleme...

Veröffentlicht auf von Sash

Ja, Computer helfen uns nur, Probleme zu lösen, die wir ohne sie nicht hätten! Wenn die Dinger dann aber auch selbst noch ein Problem haben, wird es irgendwie absurd. Nun habe ich im letzten Beitrag geschrieben, dass mein Ubuntu - und damit auch der Rechner (der seit seinem Viren-Crash den tollen Namen "Seuchentiger" im Netzwerk hat) schnurrt wie ein Kätzchen. Das kann ich so nicht mehr bestätigen, aber das ist anders gemeint, als es jetzt vielleicht den Eindruck erweckt.
Bisher laufen beide Betriebssysteme super und ich kann mich nicht beschweren - ich mach ja außer Lernen und ein paar alte Fotos sortieren auch nicht viel daran, wenn ich ehrlich bin. Gestern Abend, als ich mich gemütlich zu Bette begeben wollte, stellte ich bei einer unachtsamen aber nicht ungewöhnlichen Seitwärtsbewegung meiner unteren Extremitäten fest, dass in der Umgebung meines Computers offenbar ein anderes Klima herrscht. Um es kurz zu machen: Das Ding war sackwarm!
Nun bin ich mit Sicherheit kein enorm detailversessener Geek, aber mir ist bewusst, dass es alles in allem eher ungesund ist, wenn die Seitenverkleidung des PC's eine Temperatur aufweist, bei der man an Badeurlaub und dergleichen denkt. Insbesondere wenn die Zimmertemperatur gerade unter 20°C liegt. Heute habe ich das mal einer softwaremäßigen Kontrolle unterzogen, und dabei festgestellt, dass der Kern meines Prozessors bei lockeren 70°C nach 10 Minuten bei 1,5% Auslastung liegt.
Das ist zwar gewiss nicht gerade der Wert, bei dem Chips mal kurz dahinschmelzen, wie die meisten Damen beim Anblick von Brad Pitt, aber ungewöhnlich hoch war es wohl doch - zumindest meine ich das einigen rudimentär informativen Foreneinträgen entnommen zu haben. Was an so einem Punkt her muss, ist klar: Eine Fehlerdiagnose!
Da PC's in der Regel über ihren Zustand nicht lügen - im Gegensatz zu menschlichen Patienten, fragt mal Dr. House! - kam immerhin Simulation nicht so recht in Betracht. Nun ja, vielleicht in Form einer BIOS-Generalverschmandung, aber die wäre letztlich auch ein Grund zur Notschlachtung gewesen.
Was also könnte es sein? Wärmeleitpaste ungünstig aufgetragen, Kühler zu locker, verschmutzt, Luftzirkulation unterbrochen, Lüfter kaputt, allgemeines Unwohlsein? LUPUS?
Da Hitzeentwicklung und Energiesparen gerade zum Hauptaufgabengebiet von Ozie zählt, hat mein Tigerchen also sogleich eine Kabelsortier- und Putz-Action über sich ergehen lassen müssen. Zusätzlich hat er nun zwei Gehäuselüfter.
Danach hatten wir nur ein Problem: Wir wollten ja möglichst bald aussagekräftige Zahlen haben, wenngleich der Prozessor nun gut gekühlt war durch die langanhaltende Ruhephase. Nun ist mein Windows aber noch recht jungfräulich (will heißen: kein Mediaplayer etc.) und das Programm läuft - zumindest so - nicht unter Ubuntu...
Also haben wir uns überlegt, womit wir den Prozessor am besten belasten können, und so sind wir auf eine ebenso stilvolle wie aberwitzige Idee gekommen...

Ich darf hiermit verkünden: Wenn man seinen Prozessor möglichst stressfrei ein wenig belasten will, dann öffne man Firefox und gebe dort die Adresse www.ingenfeld.de ein. Die Seite muss man sich - insbesondere wenn man selbst mal eine Homepage gestaltet hat - sowieso gelegentlich reinziehen. Ob man sie für gequirlte Kacke oder ein innovatives Kunstprojekt hält: Den Prozessor lastet sie witzigerweise aus. Ich bin auf 70 - 90% Auslastung gekommen (Hab nen Athlon64 4000+) und das reicht für einen Test ja ganz gut ;)

Ach ja, das Fazit: Unter "Last" dauerhaft 50°C. Das ist nicht optimal, aber auf jeden Fall mal nicht schädlich! Nebeneffekt dank nicht entkoppelter oder geregelter Lüfter: Ich bin vorhin ins Zimmer gekommen und habe mir gedacht: "Welcher Depp fährt um 23 Uhr mit einer Kehrmaschine vor unserem Haus rum?" Dann habe ich festgestellt, dass das Geräusch von meinem Tigerschen kommt.
Also: Das Tigerchen schnurrt nicht mehr wie ein Kätzchen, weil es einmal kräftig durchgebürstet wurde und zwei große Lüfterchen bekommen hat... oder so.

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