Lebensqualität

Veröffentlicht auf von Sash

Hier möchte ich ein Foto posten, dass einen klitzekleinen Ausschnitt aus der WG wiedergibt. Aus Gründen der Privatsphäre will ich nicht schreiben, in wessen Zimmer das Bild entstanden ist. Ich werde also auch alle Kommentare löschen, die - weil die Ersteller es wissen oder ahnen - einen Namen nennen. Glückwünsche sind natürlich dennoch gerne gesehen. Ich nenne dieses Bild:

Das Ende einer Matratze
(die Seite auf der man schläft)


Betrachtet es als eine raffinierte Stilleben-Komposition, bei der viel Liebe ins Detail gesteckt wurde. Zum Beispiel die Zigarettenstummel direkt im Bett oder der graue Asche-Überzug des Frühstück-Brettchens. In der unendlichen Liebe zum Nikotin wurde auch Wert darauf gelegt, den Bierkrug und den darauf liegenden Löffel mit dem geschickten Arrangement einer Vielzahl von verloschenen Zigarettenstummeln zu füllen und zu krönen. Vielleicht eine etwas bedenkenlose Hommage an eines der verbreitetsten Suchtmittel, aber in meinen Augen ein Kunstwerk zeitloser Schönheit und Eleganz.
Es ist ganz klar, dass hier trotz der Abwesenheit von Personen eine deutliche das Leben bejahende Grundstimmung vorherrscht, deren intensivste Verbildlichung in der Existenz von Werkzeugen wie Messer, Schere und Fernbedienung liegt, die die Kreativität (Seht die Papierschnipsel im Vordergrund!) jedes einzelnen Betrachters auf der Stelle beflügeln.
Verzeiht den langen Text, aber ohne Interpretation ist der Sinn dieses Werkes nur unzureichend zu klären.

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Sash 11/04/2008 12:27

Ja, es könnte quasi zu einem neuen Trend werden...

tasha 11/04/2008 11:09

das schaut doch echt urgemütlich aus!insbesondere der birehumpen hat eine ganz besondere aussagekraft! faszinierend!

Sash 11/02/2008 03:11

"Leider" ist es aber wirklich auch die Seite, auf der man schläft...

Tira Misu 11/02/2008 01:38

Mit dem Titel bist du schon mal verdammt nah dran. Aber es ist nicht "die Seite, auf der man schläft". Es ist die, auf der man lebt. Und es ist gar nicht so einfach, das so hinzuebkommen. Es erfordert Geduld. Und dann wird man ja auch immerzu verkannt und als schlampig hingestellt...ach, das ist schon hart.