Sashs Blog

In diesem Blog schreibe ich so ziemlich über alles, was mir einfällt. Privates und Politisches. Poesie und Pöbel. Denn eine Trennung ist ja nicht immer leicht. Wessen Leben besteht nur aus Arbeit oder nur aus Freizeit? Wer will die Grenze ziehen? Ich sicher nicht. Na denn, habt viel Spaß am Lesen.
Ein kurzer Warnhinweis an die jüngeren Leser:

Liebe Kinder, es ist normal, dass ein Blog nicht nur aus Bildern besteht!

Da es eine Menge verschiedene Themen gibt, ist es mitunter sinnig, sich nur eine Kategorie anzeigen zu lassen. Über einen Kommentar würde ich mich natürlich sehr freuen.

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Dienstag, 30. oktober 2007
Ja, so langsam war es mal an der Zeit, dass die WG auch in Berlin endlich Internet hat. Ich möchte an dieser Stelle schonmal alle grüßen. Der Onlineisierung der WG ging ein 5 Tage dauernder Nervenkrieg mit Arcior voraus, der es wert gewesen wäre, ihn in Blogform zu packen. Naja, irgendwie hat sich das leider ausgeschlossen...
Wer will, kann sich gerne ein paar Bilder vom Umzug reinpfeifen (auf der Page unter Bilder), der Rest muss warten, bis wir wieder mehr von uns geben. Die nächsten Tage wird es hier sicher einiges neues geben.
Die wichtigsten Kurzinfos kann ich mal durchgeben: Wir leben immer noch auf einer Baustelle, sind aber soweit glücklich und zufrieden und hatten noch keine Chance, uns um irgendwas zu kümmern. Immerhin leben wir.
Ich hoffe stark, dass auch in Stuttgart, Bremen und Frankfurt (und was weiss ich sonst noch wo!?) alles in Ordnung ist. Am 10.11. ist hier Einweihungsfete angesagt, ich würde mich natürlich - wie die anderen beiden auch - wahnsinnig freuen, hier auf bekannte Gesichter zu stoßen, wenngleich das sicher nicht die fetteste Party aller Zeiten wird. Aber es wird eine Bad-Taste-Party!

Naja, man läuft sich irgendwann über den Weg!
Nach der Revolution an der dritten Kreuzung links spätestens: Da werde ich warten
von Sash veröffentlicht in: Unsere WG
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Mittwoch, 17. oktober 2007

Plattenbau.
Plattentektonik
Die Kombination
wäre interessant.
Sehe den Koloss vor mir
zerbersten.
Seltsame Vorstellung!

von Sash veröffentlicht in: Gedichte
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Mittwoch, 17. oktober 2007

Marzahn!?
O Gott!
Warum Marzahn?
"Die Miete ist billig und die Wohnung groß."
Aber das ist Ghetto!
"Ich sitze nachts um zwölf auf einer unbeleuchteten Parkbank und schreibe Gedichte. Was willst Du mir vom Ghetto hier erzählen?"

 

von Sash veröffentlicht in: Gedichte
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Dienstag, 9. oktober 2007
...der wahrscheinlich letzte Luxus der Chaoze-WG.
Hi Leute, hier sitze ich nun als allerletzter Mensch in der seit ein paar Stunden "übergebenen" Wohnung in der Teichstraße 6. Das was die Chaoze-WG war, ist komplett leer. Nur in Ozies (also meinem alten) Zimmer sind noch ein paar lebenswichtige Utensilien vorhanden, und der Kabelsalat hängt auch noch - sonst würdet ihr dies hier nicht lesen können. Wenn alles planmäßig verläuft, sitze ich bereits um 6 Uhr in aller Frühe im Bus nach Berlin und hindere Dirk daran, wieder einzuschlafen, weil er noch früher rausmusste als ich.
Die letzten Tage waren grausam, und in kleinen Details dann dennoch schön. Es war grausam viel Arbeit. Natürlich hatten wir hier oder da ein paar Stunden frei, aber irgendwie habe ich mich mit meiner Rottal-Einstellung durch diese Zeit gerettet. Es musste alles gemacht werden, also haben wir alles gemacht. Vor allen Dingen war es stressig, weil wir letzten Endes genau das hatten, was wir nie befürchtet hätten: Zu wenige Helfer! Klar, wir haben uns zu wenig darum gekümmert, das will ich nicht abstreiten, aber ein wenig schade war es dann schon, die traurige Resonanz unserer Appelle zu sehen. Wir hatten hauptsächlich Unterstützung von Ralfs Eltern, Leini, Jörg und Marco.
DANKE AN EUCH!!! Es wäre um sooooooo vieles stressiger gewesen ohne euch! Manch anderer hat mich zugegebenermaßen ein wenig enttäuscht. In den letzten paar Monaten war ich auch selten zur Stelle, wenn es um Umzüge ging, aber es gab auch andere Zeiten, und irgendwie wundere ich mich, dass manche Leute beinahe täglich die WG besucht haben, sich aber nichtmal für zwei Stunden haben von uns stressen lassen. Sven sei hier entschuldigt - den trifft es gerade stressmäßig härter als uns...
Ich denke, wir wissen alle, dass sich die WG sehr verändert hat, insbesondere in den letzten anderthalb Jahren. Klar ist es hier ruhiger geworden - zumindest zeitweise - und ich finde es nicht schlimm, wenn so etwas passiert. Ich denke auch, dass das jeder von sich selbst kennt: Aus Beziehungen, bei Freundschaften oder der Einstellung sich selbst gegenüber. Ich habe selber mitbekommen, dass die Stimmung in der WG den Bach runtergegangen ist, und daran haben wir alle als Bewohner unseren Anteil gehabt, weil wir auch teilweise zu sehr haben merken lassen, dass wir bald hier wegziehen. Über der WG hing/hängt ein gigantisches Damoklesschwert mit dem Namen "Geldsorgen", verbunden mit der Aufarbeitung der Tatsache, dass Menschen, die unser Vertrauen genossen haben, sich zu abartig perversen Arschlöchern entwickeln können, wenn es um diese Probleme geht.
Die Chaoze-WG war nie dagegen gewappnet, betrogen zu werden, und diese Lockerheit sehe ich nach wie vor als das wichtigste und verteidigenswerteste Grundprinzip, das je in dieser Gemeinschaft existiert hat. Auch ich verbinde mit der Chaoze-WG nach wie vor viele andere Leute und andere Zeiten als die diesige, und ich habe die Hoffnung, dass dieser Lebensabschnitt hier in der Teichstraße nicht nur mir, sondern auch einigen anderen in guter Erinnerung bleibt und dass alle, die hier gewohnt haben, etwas mitnehmen.
Ich sitze hier alleine in dieser Wohnung, weil ich die letzte Nacht in meiner Heimatstadt hier verbringen wollte - in meinem Zimmer. In meinem ersten eigenen Zimmer, meiner ersten "eigenen" Wohnung. Ich weiss nicht, ob es noch jemand nachvollziehen kann, wie ich in den ersten Tagen ungläubig vor Freude saß und mit Sven, Jörg, Felix und Steffi gefeiert habe. Wir alle wussten, dass diese Zeit hier nicht ewig währt, aber irgendwie habe ich geahnt, dass ich einer der letzten sein werde, der diesen traumhaften, weil freien Platz eines Tages wieder verlassen wird. Und siehe da: Ich bin der allerletzte!
Ralf und Sophie genießen bei Ralfs Eltern eine warme Dusche und ein kuscheliges Bett. Ich hab noch meine Isomatte und zwei Kissen. Und diese Wohnung. Kennt ihr das, wenn ihr nach Jahren an einen vertrauten Ort kommt, ihr seht euch um und seht überall das, was sich da befunden hat, und nicht, das was jetzt da steht?
Ich kann in dieser Wohnung noch nicht die alte überteuerte Bude sehen, die kaputt und hässlich war. Ich sehe immer noch all die Poster an den Wänden, die kaputten Schubladen der Küche, den Schmand auf den Fliesen, selbstgebasteltes überall - und ich sehe eine Menge Freude unter den Menschen, die diese Wohnung besucht haben. Es wird eine Weile dauern, bis das wieder eintreten wird. Vielleicht ist es bezeichnend, dass die kleine Wohnung, in der ich jetzt sitze, ihre Wohnungstüre noch nicht wiederhat. Sie ist offen - immer noch. Und genauso geht es mir auch. Die WG hat so viel geöffnet, das ist nicht so einfach wieder zu schließen. Ich hänge sehr an der Erinnerung an diese WG in dieser Wohnung - aber ich werde mit Ralf und Sophie in Berlin den Geist der WG wiederbeleben, aufgreifen, whatever.
Deswegen bleibt der Namen, deswegen bleibt die Page - und deswegen bleibt jeder bei uns willkommen, der in der Chaoze-WG in Stuttgart willkommen war. Wir lassen uns nicht unterkriegen! Es ändert sich nur die Adresse, nicht unser Herz...

Chaoze forever!
von Sash veröffentlicht in: Unsere WG
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Montag, 8. oktober 2007
von Sash veröffentlicht in: Fotos
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