Sashs Blog

In diesem Blog schreibe ich so ziemlich über alles, was mir einfällt. Privates und Politisches. Poesie und Pöbel. Denn eine Trennung ist ja nicht immer leicht. Wessen Leben besteht nur aus Arbeit oder nur aus Freizeit? Wer will die Grenze ziehen? Ich sicher nicht. Na denn, habt viel Spaß am Lesen.
Ein kurzer Warnhinweis an die jüngeren Leser:

Liebe Kinder, es ist normal, dass ein Blog nicht nur aus Bildern besteht!

Da es eine Menge verschiedene Themen gibt, ist es mitunter sinnig, sich nur eine Kategorie anzeigen zu lassen. Über einen Kommentar würde ich mich natürlich sehr freuen.

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Donnerstag, 31. januar 2008
RTL machts gerade amtlich: Jeder der bald gefeuerten Nokia-Arbeiter hat einen Gewinn von 90.000 € erwirtschaftet im letzten Jahr. Das macht insgesamt wohl 134.000.000 €, und das will das böse Unternehmen nicht anerkennen.
Was für eine Überraschung! Ob die armen Kerle nun Minus gemacht haben oder nur "zuwenig Gewinn", was macht das für einen Unterschied? Wenns woanders ein paar Millionen mehr gewesen wären, dann wird eben diese Zahl genommen, um den "Verlust" zu verdeutlichen.
Gibt's hier noch immer Leute, die Nokia scheiße finden und Motorola oder Siemens besser. Bei Motorala hab ich jetzt nicht nachgesehen, aber dass bei Siemens auch nicht alles im Reinen ist, das wissen inzwischen ja auch alle. Und?
Die Firmen machen genau das, was gesamtgesellschaftlich gefordert wird von ihnen: Sie scheffeln Geld. Ob das jetzt in Deutschland oder anderswo ist, das kann einem doch primär am Arsch vorbeigehen. Stimmt es mich trauriger, dass nun Deutsche statt Rumänen (oder warens Bulgaren, hab da nicht genau hingehört) arbeitslos sind? Nein!
So funktioniert das System, und irgendwie funktioniert es doch erstaunlich gut. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Ich finde das Ganze abartig und pervers, aber um Himmels Willen, lasst doch die Wichser von Nokia da raus. Die sind nicht das Problem! Nennt euer sonst so geliebtes System Marktwirtschaft oder Kapitalismus, aber begreift wenigstens mal, dass das das Problem ist und nicht ein einzelner Depp, der zu tief in die Kasse langt oder die "falschen" Leute entlässt.

Mir kommt das Kotzen!
von Sash veröffentlicht in: Politik
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Samstag, 26. januar 2008
Einen schunderwönen guten Morgen an alle Leut, Häuser und Schnarrenberger!
Es ist soweit: Die Arbeitslosigkeit und damit das ewige Wochenende haben mich wieder. In einem furiosen Finale versuchte irgendein cleverer Mensch bei Körber, mir den schwarzen Peter „Arbeitsunlust“ zuzuschieben. Über den letzten Arbeitstag (Donnerstag. 24.1.08) gehen die Meinungen also ein wenig auseinander.

Meine Variante:
Ich war krank, bin aber dennoch in die Firma. Dort hab ich umgehend Bescheid gesagt, dass ich wegen Unwohlsein früh wieder gehen werde. Nach abermaliger Ankündigung tat ich dies

Die Variante von Körber:
Ich bin gegangen, weil ich keinen Bock mehr hatte.

Nun ja, da waren also alle sauer, auch die Leutz meiner Leihbude. Das mag auch ein wenig darin begründet sein, dass sie eh keinen anderen Einsatz für mich gehabt hätten, und damit ein Interesse hatten, mich loszuwerden. Ich muss ihnen aber zu Gute halten, dass das alles sehr diplomatisch lief. Dass ich im Endeffekt zumindest auf die Arbeit bei Körber wirklich keine Lust mehr hatte – und bei meinen neuen Plänen keine Zeit für Zeitarbeit an und für sich – macht den Trennungsschmerz für mich ein bisschen erträglicher

OK, dann aber war aber auch gestern nicht nur irgendein Tag, sondern es war der große Besuchstag. Felix, Phil und Nico haben den jeweils langen Weg beschritten, um uns zu besuchen, und was die Planung anging, war es eigentlich ein pures Desaster. Sophie hatte gedacht, es handele sich um ein anderes Wochenende und war schon für ein Familien-WE verplant. Mittags verabschiedete sich dann auch noch Ralf und meinte, er sei arbeiten, er wisse aber eigentlich nicht einmal den genauen Tag, an dem er zurückkäme.
Letztlich kam er früh genug, um noch mit mir eine legere Runde Unreal zu zocken, bevor unsere Gäste aufkreuzten. Davor hab ich mich ein wenig um die Bude gekümmert, was kein witziges Unterfangen war. Was wir für Schweine hier im Haus haben müssen...
Nach dem Eintrudeln der Gästefraktion um 22 Uhr herum haben wir bald beschlossen, für etwas Essbares noch das Haus zu verlassen, ggf. sogar in die City zu fahren. Gesagt, getan. Ralf kam dann letzten Endes nicht mit in die Stadt, was schade ist, denn mit unserem angetrunkenen und kommunikativen Vorzeige-Punker hat er echt was verpasst. Gegen 23.30 Uhr waren wir in Marzahn am Bahnhof und hatten nun das Problem, dass sich eine Gruppen-Tageskarte nicht lohnen würde, wenn sie nur noch bis 3.00 Uhr gilt. Also haben wir beschlossen, eine halbe Stunde am Bahnhof zu warten und dann erst zu fahren – damit die Karte noch den ganzen heutigen Tag gilt.
Da vierzig Minuten an einem kalten Bahnhof zu warten die leichteste Übung für Chaoten wie uns ist, verging die Zeit eigentlich sogar recht flott. Die Meiste Zeit studierten wir die Pläne der BVG oder das Verhalten von Nico, der nach dem Erstellen der Cola-Goldkrone-Mische recht bald von einem sinnentleerten Laberflash überkommen wurde.
Zur Freude aller waren Nico auch schon die Bahnsicherheits-Schlümpfe persönlich bekannt, und man wünschte sich einen schönen Abend. Es folgte eine recht lange Zeit der Ahnungslosigkeit.
Wir sind nach F-Hain gecruist und haben in der Bahn bereits mehr als genug zu lachen gehabt. Felix hat sich noch einen Haloumi am Oktagon rausgelassen, und dann ging es weiter. In der Revaler Straße angekommen, waren wir uns nicht so recht einig, worauf wir denn eigentlich Lust hätten. Nico stand der Sinn mehr nach Party, dem Rest nach einem gemütlichen Bierchen, bzw. einer Cola (Ja, der komische AntiAlki war ich!). Als wir per Mehrheitsentscheid eigentlich bereits entschieden hatten, traf Nico auf „Berater“. Ein Typ (schwarz, schwarze Lederklamotten) begrüßte ihn stürmisch, und Nico begab sich mit ihm noch einmal zu einer potenziellen Party-Location. Als er uns davon zu überzeugen versuchte, waren wir nicht so begeistert, und da eine normale Diskussion durch den Alkohol erschwert wurde, haben Felix, Phil und ich beschlossen, und über Nicos permanentes Drängen hinwegzusetzen und eine Kneipe zu suchen. Eigentlich wollte ich was essen, aber ich hatte die Hofnung, auch in einer Kneipe (z.B. Fertigpizza) fündig zu werden. Wir haben uns dann alle (inklusive Nico) für das Conmux entschieden, und zu meiner Genugtuung gab es dort auch eine Speisekarte.
Nico begeisterte sich zunächst für den Zucker, den er über den ganzen Tisch verstreute, was nicht allzu lange währte, da wir ihn zurückhielten und die Kellnerin bald kam. Zu essen gab es leider nichts mehr („der Koch ist schon heimgegangen...&ldquo, aber dafür wurden unsere Wünsche sonst komplett erhört. Kurzer Dialogausschnitt (frei aus dem Kopf):

Nico: „Ich will was zum Saufen!“
Kellnerin. „Was willst du denn zum Saufen?“
Nico: „Was habt ihr denn?“
Kellnerin: „Alles haben wir!“
Nico: „Auch Long Island Iced Tea?“
Kellnerin: “Ja...”

So warteten wir anderthalb Minuten später auf ein Guiness, einen Long Island Iced Tea, ein Beck’s und eine große Cola. Als die Getränke serviert wurden, wurde unser aller (außer Nicos) schlimmster Alptraum war. Die Kellnerin meinte zum Long Island: „Der is’n bisschen strong, hier ist noch Cola...“

Strong?

Nico in dem Zustand einen extraharten Drink zu verpassen glich russischem Roulette. Ich habe dann die Kellnerin gleich gefragt, ob sie den „halben Anker“ – eine massive Eisen-Tischverzierung – „aus Sicherheitsgründen“ entfernen könnte. Mit einer erstaunlich gelassenen Routine kam sie meinem grandiosen Einfall nach.
Nico verschüttete noch ein bisschen Zucker und begann, Felix zu misshandeln. War also alles im grünen Bereich soweit. Irgendwann hat er versucht, aufzustehen, ist dabei mit seinem Stuhl auf dem Boden gelandet und hat sich dann ins Klo verzogen. Danach kam sofort ein Kellner angerannt und hat uns verbliebene gefragt, ob mit Nico alles ok sei. Wir konnten das nicht verneinen. Klingt komisch, ist aber so.
Die Zeit verstrich, und wir wurden langsam nervös. Wie lange sollten wir warten, bis wir nach ihm sehen. Phil und ich haben uns sehr genau die Leute angesehen, die wieder aus dem Klo kamen. Einer hatte ein dickes Grinsen auf der Fresse, also vermuteten wir, dass Nicos Laune nach wie vor erheiternd war. Als der nächste aus der Toilette kam mit einem Gesichtsausdruck als hätte er gerade den Schuldenberater seiner Mutter verdroschen, ist Felix reingegangen. Passiert war nix. Alles bestens, und binnen kürzester Zeit haben sich Felix und Nico zum Rauchen vor die Tür verzogen.
Als Felix wiederkam, hab ich mich aufgemacht und ein paar erheiternde Worte mit unserem grünhaarigen Freund gewechselt.
Der Hunger überkam mich schlagartig, und ich kam auf die großartige Idee, zu dem Döner gegenüber zu gehen. So sagte ich Nico, er soll den anderen Bescheid sagen, ich wäre kurz was essen. Ich sollte ihm dann noch einen Haloumi oder einen Döner mitbringen. Er meinte, er warte eh draussen.

In dem Laden dann hat mich einmal mehr verwundert, weswegen wir im Rottal damals vom WKD Ärger gekriegt haben: Ranzige Bude, alles ein bisschen improvisiert, aber gut. Haloumi gab’s da noch nie, Döner nicht mehr – also hab ich mir eine Pizza rausgelassen. War auch soweit ok. Einer der dort Bediensteten ist allerdings rumgeflippt wie Kermit der Frosch auf Coffee und Extasy.
Als ich wieder beim Conmux war, war Nico natürlich nicht da. Er war drinnen, was mich jetzt weder ärgerte noch wunderte. Ich hab meine Pizza dann draussen auf einem Sicherungskasten gefuttert, und sooo unlecker war die gar nicht. Die paar Bakterien schocken mich nicht, auch wenn ich noch erkältet bin...
Nach einer Weile kam Nico raus und hat mit irgendwelchen Leuten geredet. Ich hab dabei zugesehen und den Eindruck gehabt, er sieht mich auch. Ich war ein wenig verwundert, dass er in die andere Richtung abhaute, aber was soll’s?
Wieder im Conmux, fragten mich Phil und Felix wo ich gewesen sei, Nico hätte gemeint, ich hätte ihn stehen lassen und wäre abgehauen... ah ja!
Nach einer kurzen Cola sind wir dann auch rausgegangen und haben auf Nico gewartet. Felix hat ihn mehrmals angerufen, aber zunächst wussten wir nichts ausser der Tatsache, dass er „vor der Kneipe“ stehe und „in zwei Minuten“ da wäre. So vergingen 20 Minuten inklusive mehrerer Versuche, Nico zu erreichen. Irgendwann ging er ans Handy, erzählte was davon, dass er seine Jacke suche (die hatte Felix in der Hand) und dass er „hinter der Theke“ sei. Aber quasi direkt vor der Bar, in der wir (bis vor kurzem) waren.
Irgendwann stellte sich glücklicherweise heraus, dass er in Paul’ Metal-Eck war, und das war glücklicherweise nicht weit. Wir gabelten ihn auf und sind heimgefahren.
Ganz so einfach war das natürlich nicht, da Nico zuerst ein Taxi anhielt (bei den Bullen hat das glücklicherweise nicht geklappt) und uns dann erklärte, dass der Bremer Dom schon 100 Jahre früher als Berlin gebaut wurde... oder so.
In der Bahn (was auch noch mal ein Nervenkitzel wegen der BVG-Orga war) hat er dann hauptsächlich Felix Gewalt angetan, und nachdem wir wieder hier in der WG waren, ist er recht bald eingepennt. Der Rest übrigens auch...
Ja, war also ein witziger Abend gestern. Nun ist aber mal Schluss!

Für Rechtschreibfehler haftet die Hansestadt Bremen.
von Sash veröffentlicht in: Unsere WG
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Dienstag, 22. januar 2008
Halleluja, meine Gebete wurden erhört! Ich muss vielleicht meine Einstellung zur Religion noch einmal überdenken. Obwohl: Nee! Da geh ich mal 24 Stunden nicht ins Netz, und schon rauscht ein Börsencrash an mir vorbei...
Und liebe Leute im Land: Ja, ich finde es geil! Ich hab drauf gewartet. Ich habs immer gesagt, und keiner glaubte es! Yes!
Aua, jetzt bekomme ich gleich wieder Schelte, dass die Wirtschaft in meinem Heimatland mich auch zu interessieren hat, und ich ein Interesse am Gesunden Deutschlands haben müsste.
Ich muss euch alle enttäuschen. Soweit bin ich noch lange nicht.
Glaubt mir, mich als unqualifizierten Geringverdiener betreffen wirtschaftliche Probleme mitunter am meisten, ist also nicht so, dass ich hier "die armen Leute" auslache. Ich denke, der ganze Wahnsinn musste irgendwann einmal ein Ende haben, und ich hoffe irgendwie aus purem Trotz, dass es noch ein bisschen weiter bergab geht.
Ganz im Ernst: Ich hab ja nichts gegen eine funktionierende Wirtschaft. Wenn jemand eine gute Idee hat, die gut umsetzen kann, dann soll er ruhig etwas davon haben. Ich denke allerdings, dass es an Perversion grenzt, wenn die Menschen, die einen Wert schaffen - und das sind immer noch die Hersteller eines Produktes, die Arbeitnehmer - abgekanzelt werden mit Lohnsenkungen, unsicheren Arbeitsplätzen und dergleichen, während die Firmenleitung ihre Politik an den Leuten ausrichtet, die sich - weil sie sowieso ein bisschen Geld über haben - in der Firma eingekauft haben.
Dass diverse Werte an der Börse keiner Realität mehr entsprochen haben, das wusste bei entsprechendem Nachrichtenkonsum auch Opa Erwin aus dem Kellergeschoss. Soll ich jetzt Mitleid haben mit all den Leuten, die gehofft haben, sie könnten mit Däumchendrehen ein paar Euro verdienen? Wo sind sie denn jetzt plötzlich, die ganzen Hasstiraden gegen die Leute, die vom Geld der anderen profitieren?
Meinetwegen kann die Börse ruhig noch ein bisschen tiefer in den Sumpf rutschen, und ich werde das neben meiner hochwertigen Arbeit als Assistent Chief of Pneumo-Blasting gerne noch ein wenig beobachten.
Aus den Tiefen deutscher Arbeitnehmerunterdrückung (Gruß hier an die Firma Körber in Berlin!) schließt der Sash mit revolutionären Grüßen!
von Sash veröffentlicht in: Politik
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Montag, 21. januar 2008
Marzahn im Januar
von Sash veröffentlicht in: Fotos
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Sonntag, 13. januar 2008
Wie ich ja vorher schon erwähnt habe: Mir ist langweilig...


wir sind nun mitten im neuen jahr
zumindest fast ist das schon wahr
trotz allem was viele so fleißig geschrieben
fragen wir was ist geblieben von 2007

ratspräsidentschaft – schlecht zu reimen
in deutschland dennoch hoffnungen keimen
denn wir übernehmen sie im ersten monat
die russen dagegen wechseln die tonart
weil ihnen weissrussland nicht passt
gibts kein öl durch die pipe – naja fast

und als beleidigtes leberwürstchen
haben wir in deutschland ein landesfürstchen
edmund stoiber verlässt uns im guten
aber erst im september quasi in zehn minuten

im februar triumphiert der bundestag
und verkündet was er von nun an mag
auf dass ein keiner mehr kassenlos kichert
sind ab nun die deutschen pflichtversichert

schon weit vor dem treffen der großen g8
hat sich angie zum klima-hero gemacht
ein fünftel weniger treibhausgase
sollen verlassen die wohlstandsoase

dann kommt die rente mit siebenundsechzig
das ganze volk meckert so gehts nun echt nich
und während wir an dieser ecke schön sparn
fliegen tornados nach afganistan

selbstverständlich nervt das bin laden
die sind gegen ihn und er riecht den braten
die al quaida droht übers internet
aber terror ham wa noch immer net

dafür geht es bei den amis heiss her
zweiunddreißig menschen leben nicht mehr
gekillt von einem amokstudenten
wir wissen ja wie solche abgänge enden
hier und da nimmt er einen mit
und am ende gibts suizid

im mai kommt es dann echt rabiat
sarkozy übernimmt unsern nachbarstaat
horst köhler als unser oberster chef
steht klar zum kurs gegen die raf
christian klar bleibt so eingeknastet
immerhin werden unternehmen entlastet

die polizei durchsucht dutzende räume
doch völlig entgegen ihrer substanzlosen träume
wird niemand eingeschüchtert deswegen
alle fahrn zum g8 und sind weiter dagegen

so sind dort ein paar zum krawall da
zum beispiel die von der kavala
und da alle so ungezogen
werden die promis eingeflogen

ein paar tage action drama zurück
ausflüge in eine eventpolitik
erfolgreich ist vor allem der gipfel an sich
alle verpflichten sich oder auch nicht
in den nächsten jahren co2 einzusparen
zumindest will man demnächst so verfahren

dann wird aus wasg und linkspartei
mal wieder was neues – die linke – juchei
noch etwas wurde seit langem zeit
blair ist endlich vergangenheit

die ratspräsidentschaft kriegt jetzt portugal
warum auch nicht ist uns doch egal
in islamabad stürmt man die rote moschee
ein paar tote im ausland, wem tut das weh

dann kommt also der sommer noch
der wird dann regiert vom sommerloch
hier und da streiten sich mehdorn und schell
züge fallen aus überraschend und schnell

im herbst protestieren die mönche in birma
die deutschen rätseln noch wat für ne firma
da werden ein paar davon umgebracht
und man vergisst es schon fast über nacht

stoiber dankt nun wirklich ab
und schaufelt der csu noch ein grab
ausgerechnet der erwin huber
spielt nun das entchen im badezuber

in polen wird unterdessen der zwerg entmachtet
der deutschland so gern nach dem leben trachtet
indirekt verdanken wir dem ferkel
sexualfantasien mit angela merkel

im november zieht sich münte zurück
scholz-olaf freut sich der hat das glück
nun all die hartz4-ler zu verwalten
ansonsten bleibt natürlich alles beim alten

anfang dezember russland wählt
nur die opposition wird gequält
die regierung gewinnt ganz ohne taten
lupenrein sind sie diese demokraten

in bali wird das klima wieder thematisert
und ein ziel nach dem anderen anvisiert
die wirtschaft flucht über merkels ideen
den meisten deutschen wirds lang schon so gehen

kurz bevor in der westlichen welt
wie jedes jahr wieder etliches geld
als knallen in unseren ohren hallt
wird in pakistan nochmal richtig geknallt
benazir bhutto stirbt bei nem attentat
was irgendwie jeder erwartet hat

und so lief es ab - das jahr 2007
ausser dem hier ist viel privates geblieben
in der wg gabs umzüge und stress ums geld
es ist ein bisschen wie im rest der welt

freuen wir uns auf das jetztige jahr
vielleicht wirds ja besser als das alte war
von Sash veröffentlicht in: Politik
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