Sashs Blog

In diesem Blog schreibe ich so ziemlich über alles, was mir einfällt. Privates und Politisches. Poesie und Pöbel. Denn eine Trennung ist ja nicht immer leicht. Wessen Leben besteht nur aus Arbeit oder nur aus Freizeit? Wer will die Grenze ziehen? Ich sicher nicht. Na denn, habt viel Spaß am Lesen.
Ein kurzer Warnhinweis an die jüngeren Leser:

Liebe Kinder, es ist normal, dass ein Blog nicht nur aus Bildern besteht!

Da es eine Menge verschiedene Themen gibt, ist es mitunter sinnig, sich nur eine Kategorie anzeigen zu lassen. Über einen Kommentar würde ich mich natürlich sehr freuen.

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Freitag, 13. juni 2008
Wenn der Arcor-Mitarbeiter hält, was er versprochen hat, dann werde ich in den nächsten 55 Minuten angerufen – sogar von jemandem, der ein bisschen Ahnung hat, und eventuell ein paar Dinge klären kann. Der vielleicht sogar doch den ominösen, angeblich nicht existenten Knopf an seinem PC hat, mit dem er „Es werde Internet beim Sash!“ spielen kann.
von Sash veröffentlicht in: Dienstleistungswahn
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Freitag, 13. juni 2008
Die Prüfung kommt unabänderlich näher. Grob ein Wochenende trennt mich noch vom Horror-Erlebnis dieses Jahres, vielleicht ist es aber auch das letzte Wochenende für etliche Jahre ohne P-Schein. Nie habe ich auf irgendetwas mehr gelernt, und nie war ich zugleich unsicherer, eine Prüfung zu bestehen, weil die Angaben zu schwammig sind.
Noch einmal zur Übersicht: Die mündliche Ortskundeprüfung in Berlin:
Seit Bestehen der schriftlichen Prüfung kenne ich ja die rund 400 Objekte und den Rest des Ortskundekataloges auswendig *hüstel*
Das überprüfen sie nun auf die harte Tour. Es soll wohl so ablaufen, dass sie mich beispielsweise fragen: „Sie kennen doch sicher Charlottenburg?“ Daraufhin antworte ich clevererweise mit „Ja!“ „Dann nennen sie doch dort mal eine Kreuzung!“ Ich werde sagen: „Hmm, da nehmen wir doch am Besten den Ernst-Reuter-Platz...“ Dann werden sie kurz überlegen, was am gemeinsten ist, und dann beispielsweise sagen: „Ja, dann fahren sie doch von dort aus mal bitte zum Comfort-Hotel-Lichtenberg!“ Meine korrekte Antwort würde lauten:
„Also, wir starten am Ernst-Reuter-Platz, geradeaus Str. des 17. Juni, großer Stern, Abfahrt Spreeweg, rechts John-Foster-Dulles-Allee, geradeaus Scheidemannstr., geradeaus Dorotheenstr., rechts Wilhelmstr., links Unter den Linden, geradeaus Schloßplatz, geradeaus Karl-Liebknecht-Str. mit Alexanderplatz, rechts Alexanderstr., links Otto-Braun-Str., rechts Mollstr., geradeaus Platz der Vereinten Nationen, geradeaus Landsberger Allee, rechts Rhinstr, und dann fahren wir rechts in die Hotelvorfahrt und halten dort.“
So würde das dann aller Wahrscheinlichkeit nach dreimal laufen, wobei ich eine Fahrt vergurken darf. Eine vergessene Str., ein vergessener Platz oder dergleichen bedeutet vergurkt. Außerdem muss die Strecke der kürzeste Weg sein. Was genau der kürzeste Weg ist, das ist allerdings die Frage, denn hier erzählt einem mitunter jeder Routenplaner ein bisschen was anderes, und im Endeffekt kommt es wahrscheinlich darauf an, ob man die Lieblingsstrecke der Prüfer erwischt. Sollte das Ergebnis danach noch „unklar“ sein, so können sie mich zum Beispiel bitten, die Querstraßen der Friedrichstr. in der richtigen Reihenfolge runterzubeten. Also muss ich ehrlich sagen: Ich brauch zu meinem Wissen auch einfach eine kleine Portion Glück, dass sie die richtigen Sachen fragen, denn wirklich alles weiss ich natürlich nicht, und ich werde auch am Dienstag nicht alles wissen. Aber sie werden auch bei weitem nicht alles abfragen :)

von Sash veröffentlicht in: Taxi
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Freitag, 13. juni 2008
Ich bin irgendwie einfach ein Internetjunkie. Da bräuchte es meinen gerade so gehätschelten Blog auch gar nicht. Wie oft ich in den letzten 48 Stunden „mal kurz was nachschauen“ wollte, man glaubt es kaum. Man gewöhnt sich sehr an die ständige Verfügbarkeit von Informationen und Unterhaltung. Wenn sich die Wogen um diese Geschichte jetzt erstmal geglättet haben, werde ich auch sehen, dass ich vorzeitig aus dem Vertrag mit Arcor rauskomme. Da bin ich vielleicht etwas altmodisch, aber einen gewissen Service erwarte ich eben schon. Wenn einmal was schief läuft: Kann passieren! Aber so langsam glaube ich, dass es da bei Arcor strukturelle Defizite gibt.
Ich würde mich freuen, wenn mir jemand eventuell ähnliche Erfahrungen oder eine gute Alternative nennen könnte.


von Sash veröffentlicht in: Dienstleistungswahn
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Donnerstag, 12. juni 2008
Seit mehr als 24 Stunden habe ich nicht mehr bei meinem Blog vorbeischauen können. Genaugenommen habe ich nirgends vorbeischauen können. Das Internet tut nicht. Telefon auch nicht. Die zunächst einfachste Erklärung kam aber auch uns hier in der WG erst bei einem Anruf in den Sinn: Telefonrechnung nicht bezahlt!
Ein an sich unbedeutender Zwischenfall, der leider ein wenig ausartet. Denn: Dass einem der Anschluss gesperrt wird, wenn man nicht zahlt, damit kann ich sogar als Kapitalismuskritiker leben. Interessant wird der Punkt aber bei näherer Betrachtung: Ich habe nie eine Mahnung erhalten. Ausserdem soll der Anschluss erst 48 Stunden nach Eingang des Geldes wieder freigeschaltet werden.
Um begreiflich zu machen, was da alles scheiße gelaufen ist, muss ich ein bisschen weiter ausholen, und diese Geschichte wird erzählen von einer hoffnungsvollen und manchmal chaotischen WG und einem Telefonanbieter namens Arcor AG.
Es begab sich im September 2003, da zog der Sash mit ein paar anderen Leuten, insbesondere einem Mitbewohner namens Felix in Stuttgart zusammen. Da wir – aktuelle Skandale bestätigen uns – keine sonderliche Lust hatten, bei der Telekom überteuerte Tarife um den Preis zu zahlen, dass sie das auch noch mit miserablem Service ergänzen, entschieden wir uns bewusst für Arcor. Damals ein fast unschlagbar günstiger Anbieter mit dennoch gewissem Renommé.
Felix hat den Vertrag abgeschlossen, die Zahlungen gingen von einem gemeinsamen Konto, dessen Inhaber aber auch er war.
Angefangen haben die Probleme damit, dass das Internet nicht tat und wir fast anderthalb Wochen gebraucht haben, um ihnen klarzumachen, dass nicht unsere Technik spinnt, sondern deren Leitung. Das aber nur als kleine Aufwärmung!
Die Jahre vergingen, und Anfang 2006 war klar, dass Felix aus der WG auszieht. Das Konto haben wir auf mich überschreiben lassen, und desselbe erledigten wir online bei Arcor. Die haben das nicht hinbekommen, also haben wir im Verlauf der Monate mehrmals telefonisch darum gebeten, dass sie mich als Vertragspartner eintragen.
Ich hatte immer wieder die Hoffnung, das wäre erledigt, schließlich endete jedes Gespräch mit der Bestätigung, das sei nun mein Anschluss. Irgendwann kurz vor dem Umzug bekam ich dann endlich eine offensichtlich wahre Auskunft: „Das geht nur schriftlich!“ Wenn mir diese Info einer der Telefonberater gegeben hätte, dann wäre das kein Problem gewesen, inzwischen wohnte Felix allerdings schon in Frankfurt, und da war das mit der nötigen Unterschrift von ihm schon wieder schwierig.
Wir haben es also auch ein wenig vor uns hergeschoben, weil es nicht mal eben so machbar war.
Dann kam der Umzug, und auf die Problematik angesprochen erklärte uns eine Callcenter-Mitarbeiterin, dass wir besser erst den Umzug, und dann den Vertragspartnerwechsel machen sollten, weil es sonst sicher noch mehr Probleme gibt. Ich würde sagen, an dieser Stelle begann das heutige Drama.
Die nette Dame schickte mir zwei Formulare: Das eine für den Umzug, das andere für den Vertragspartnerwechsel. Wir waren spät dran, also haben wir das für den Umzug baldestmöglich zurückgeschickt – sogar mit Felix Unterschrift. Wahrscheinlich hätten wir das besser nicht getan, denn das Formular erweckte den Anschein, als sei der olle Gutenberg noch persönlich für den Druck verantwortlich gewesen. Es war in einer so schlechten Auflösung (gefühlte 25 dpi), dass kaum etwas zu entziffern war, zudem war es so veraltet, dass es uns als Auswahl DSL 1000 oder DSL 2000 anbot. Wir nutzten längst DSL 6000, aber wir kreuzten notgedrungen 2000 an. Was wir auch bekommen sollten. Aber nicht sofort.
Inzwischen sieht es so aus, als hätten wir damit auch eine zweijährige Vertragsverlängerung unterschrieben, was sicher noch einmal eine Rolle spielen wird.
In der neuen Wohnung dauerte es ewig, und trotz vermehrter Hotline-Anrufe kam es zu Fehlern wie Passwort-Versendungen an die alte Adresse. Unser Nachsendeantrag half leider nichts, weil Arcor – wie wir zunächst auch nicht bedachten – über PINmail versendet, und so haben sie alle Infos, einbezüglich des Technikertermins wohl wieder selbst erhalten – wenngleich sie von uns alles hatten.
Dann wurden wieder Probleme mit der Technik nicht ernst genommen, wir wurden x-fach vertröstet, und wir bekamen erst mit einer Woche nach dem von Arcor angestrebten Termin unseren Anschluss fehlerfrei freigeschaltet, was uns immerhin eine 15€-Gutschrift einbrachte. Das dürfte etwa die Hotline-Kosten gedeckt haben. Trotz der eindeutigen Aussage, dass der Vertrag noch immer auf den falschen Mensche läuft, kam nichts weiteres. Immerhin gelang es uns tatsächlich, dass die Rechnungen zwar nun an Felix, aber mit dem Zusatz: „Sash“ an die neue Adresse in Berlin verschickt wurden. Sie kamen also problemlos an. Wie gesagt: Immerhin.
Vor wenigen Monaten kam es dann dazu, dass sie plötzlich dazu übergingen, meinen Nachnamen falsch zu schreiben. War aber nur ein Buchstabendreher, die Post kam immer noch an. Wie das passieren kann, frage ich mich allerdings immer noch.
Nun ist aber etwas kurioses passiert: Während wir in der WG ein neues Konto eröffnet haben, und wegen einiger Planungsschwächen meinerseits wohl zwei Bankeinzüge von Arcor flöten gingen, kam irgendein cleverer Mensch oder Computer auf die Idee, eine Mahnung zu verschicken: An Felix, wohnhaft in Berlin. Nun, da Felix nie hier gewohnt hat, kamen diese Mahnungen auch nie an. Es sei denn bei einem Nachbarn, dessen Nachname ähnlich ist – das wäre mir allerdings unbekannt. So zogen zwei Mahnungen ins Land, und dabei wartete ich ja eigentlich auf eine, da ich im Rechnungsdickicht - auch mit der im Blog schon erwähnten Negativ-Rechnung - nicht mehr durchsah und erwartete, eine Info zu bekommen, welchen Betrag ich eigentlich zu überweisen habe. Dann wurde das Telefon gesperrt.
Und so sitze ich hier, und schreibe offline Blog und weiss nicht, was draussen in der Welt so passiert. Morgen Mittag bekomme ich (Hoffentlich! Ist auch nicht das erste Mal, dass sie sowas versprechen!) einen Anruf von jemanden, der bei Arcor vielleicht auch Kundendaten bearbeiten darf. Ich bin gespannt.

von Sash veröffentlicht in: Dienstleistungswahn
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Mittwoch, 11. juni 2008
Ich überlege seit gestern Abend, was ich zur neuesten Kolumne von Franz Josef Wagner schreiben soll? Das mache ich öfter, aber an dieser hier verzweifle ich wirklich. Ich käme beim Kommentieren nicht umhin, Worte wie "Arschloch", "dämlich", "Vorurteile", "Neid", "rassistisch" und der gleichen zu verwenden. Über Wagners Geschwurbel lässt sich immer streiten, aber die neueste Kolumne rechtfertigt für mich einen Rauswurf! Lest sie am Besten hier, um bild.de für diesen Scheiß nicht auch noch Klicks zu spendieren:


Quelle für dieses Armutszeugnis: bild.de
von Sash veröffentlicht in: Medien Community: Medienkritik von Privat
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