Es ist schon erstaunlich, wie sehr man süchtig sein kann. Ich habe heute morgen ernstlich überlegt, ob ich von
der Telefonzelle am Eastgate bloggen soll, aber irgendwie war mir das dann doch zu albern mit Bildschirmtastatur und dem ganzen etwas blogunfreundlichen Umfeld in Form pöbelnder Alkoholiker und
gehirngelähmter H&M-Opfer.
Ich bin nun nicht sooo süchtig, dass ich ernstlich etwas dort schreiben wollte. Ich wollte eigentlich nur verkünden, weswegen ich eben nicht schreibe. Außerdem hat es schon Stil, von einer
Telefonzelle zu bloggen...
Naja, ich hatte es heute ein paar Mal mit Sophie über die Arcor-Geschichte, und wir sind jetzt wirklich gespannt, wann wir wieder online sind. Die schlimmsten Befürchtungen (und davon gehen wir
im Allgemeinen bei Arcor langsam aus) sind „Mittwoch früh“, also am 18. Juni. Wobei es selbst Möglichkeiten gibt, bei denen es erst auf Donnerstag rauslaufen würde, aber die sind dann etwas, äh,
weiter... also gut, sagen wir Donnerstag!
Je nachdem, wer bei der Geschichte gelogen hat, könnte es allerdings zu jedem Zeitpunkt ab jetzt klappen. Vorausgesetzt, die Computer arbeiten bei Arcor am Wochenende auch für normale Kunden.
Nicht lachen, bei manchen Technikern ist das angeblich nicht so!
Nicht vorenthalten möchte ich den geneigten Lesern Ralfs göttlichen Beitrag zum Anschluss: „Ist nur’s Internet gesperrt, oder Telefon auch noch?“ Naja, er hat ja noch nie mit denen zu tun
gehabt...
Samstag, 14. juni 2008
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Ich will aber nicht verleugnen, dass es auch einen Vorteil der Geschichte gibt: Ich kann mich mehr aufs Lernen konzentrieren.
Ich bleibe nicht, wenn ich kurz was nachschaue, irgendwo im Netz hängen. Ich halte mich auch nicht mit emails und Kommentaren im Blog auf. Das heisst natürlich nicht, dass es mir nicht fehlen
würde. Immerhin wird mir jetzt auch mein Blogrank durch die Decke schießen – und zwar die Kellerdecke! Und damit darf ich mich in den Top Ten dann erst wieder langsam nach oben schreiben und so
weiter und so fort. Das Problem ist doch, dass ich diese Entscheidung gerne bei mir hätte, und nicht bei Arcor.
Samstag, 14. juni 2008
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Sieht aus, als würde es ein Weilchen dauern, bis ihr das lesen könnt. Die Sache wird immer absurder. Immer absurder. Immer
absur...
Ich weiss wirklich nicht mehr weiter. Vorher haben Sophie und ich wie erwähnt das Fax (und davor die 200 €) abgesendet. Wir sind dann auf die an sich nicht unclevere Idee gekommen, dass wir
vielleicht bei Arcor nachfragen sollten, ob das Fax eingegangen ist. Das haben wir nach 21 Uhr gemacht, das Fax war vor runden 4 Stunden abgeschickt worden. Wie gesagt: Das haben wir nur parallel
gemacht, falls der Anruf von dem kaufmännischen Helden, der die Sperrung manuell beseitigen will, auf sich warten lässt und da nichts passiert. Denn das sollte die schnellste Lösung sein,
insbesondere falls die Überweisung mal wieder länger dauert. Was sie offenbar tut. Nicht einmal die von vorgestern ist inzwischen eingegangen. Das Fax, so erzählte man uns heute, sei noch nicht
eingegangen, was aber normal ist, da Faxe zwischen 12 und 48 Stunden brauchen, um im System registriert zu werden. Soviel zum Thema „schnellerer Weg“. Das macht aber eigentlich auch gar nichts,
so die Info zum heutigen Tage, weil eine Einsendung des Belegs eigentlich gar nichts bringt, und sowieso erst nach Geldeingang die Entsperrung automatisch eingeleitet würde. Daran ändern kann
übrigens gar niemand was. Im Endeffekt haben sie mir heute klipp und klar gesagt, dass der Typ gestern mich angelogen hat. Oder sie haben selbst gelogen, bzw. mir Dinge erzählt, von denen sie
keine Ahnung haben.
Das alleine macht mich derart sauer, das glaubt ihr kaum. Ich meine, Rechnungsverzug hin oder her, wir bezahlen tatsächlich Geld dafür, dass wir angelogen werden. Naja, bei den Telefongesprächen
ist das nicht ganz die Wahrheit, denn da gibt es noch so eine Lüge, die inzwischen widerlegt ist: Dass man über die (kostenfreie) Störungshotline (0800 10 73 010) keinen Einblick in die
Kundendaten bekommen kann. Der kostenpflichtige Kundendienst kann also umgangen werden, eigentlich scheint es eh egal zu sein, weil die bei Arcor offenbar den Ausredenkalener vom „Bastard
Operator from Hell“ perfektioniert haben. Bei all den widersprüchlichen Aussagen, die ich inzwischen über deren Kundenservice erhalten habe, frage ich mich echt, nach welchem Zufallsprinzip man
dort Hilfe erwarten kann oder eher nicht.
Samstag, 14. juni 2008
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Da wir mit fortschreitender Zeit die Befürchtung haben, dass die ganze Geschichte bei Arcor mit dem Rückruf durchaus auch Tage
und nicht nur Stunden dauern könnte, haben wir uns nach einer Überweisung vorgestern und einer gestrigen, für die uns allerdings die Belege fehlen, dazu entschlossen, abermals Geld zu senden, und
dazu noch ein Fax. Denn nicht erst bei Geldeingang soll „die Maschinerie ins Laufen“ kommen, sondern auch nach Eingang eines Faxes mit einem Beleg über geleistete Zahlungen. Auch binnen 48
Stunden natürlich.
Falls der Herr, der unsere Vertragsdaten und dergleichen jetzt einer Überprüfung unterzieht, also nicht mit einem unseren Vorstellungen nach angemessenen Tempo arbeitet, werden wir wohl nach
(hoffentlich) größtenteils maschineller Bearbeitung des Faxes spätestens am Sonntag Abend wieder ins Netz können. Um 17.36 Uhr habe ich das Fax versendet, und ich verspreche, dass ich – sollte
dieser Text bis dato nicht online erreichbar sein – um 17.37 Uhr am Sonntag Abend einmal mehr die Leute im Callcenter belästigen werde.
Aber selbst wenn es um 17 Uhr wieder tun sollte... Dann wäre genau das eingetreten, was ich gestern zu dem „Vorgesetzten“ gesagt habe: „Dann warten wir also mindestens drei Tage?“ Seine Antwort
war deutlich: „Nein!“
Freitag, 13. juni 2008
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Als ich vorher in den Briefkasten sah, und die Post herausangelte, fand ich Post an mich vom Sozialwissenschaftlichen
Forschungszentrum Berlin-Brandenburg e.V. Zunächst hab ich mich noch gefragt, ob ich irgendwann unter Alkoholeinfluss im Internet irgendwas bestellt hätte, aber dann war es doch nur ein
Fragebogen. Eine Umfrage zur Wohnsituation in Marzahn-Hellersdorf. Ich mache gerne bei solchen Umfragen mit, aber selbst diese war an manchen Stellen etwas undurchdacht. Für WG-Bewohner sind die
ganzen „Wie hoch ist ihr Haushaltsnettoeinkommen?“-Fragen einfach nicht gemacht. Denn wenn ein Mitbewohner von mir 2000 € verdient, zählt das zum Haushaltsnettoeinkommen, für die WG sagt das
allerdings gar nix aus. Naja.
Besonders angetan hat es mir folgende Frage zum Wohnumfeld:
Soll alles so bleiben wie es ist?
( ) Ist notwendig
( ) Wäre wünschenswert
( ) Ist unwichtig (Da bin ich mir nicht mehr ganz sicher, der Umschlag ist schon zu!)
Was soll man dazu sagen?
Freitag, 13. juni 2008
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