So, ich hatte mir geschworen, obige Überschrift als erstes zu schreiben, wenn ich wieder online bin. Ich hatte jetzt fast eine Woche kein Netz
und muss mich erst mal zurechtfinden. Demnächst purzeln hier ein paar alte Blogeinträge aus diesen Tagen herein, ich denke, ich werde sie noch farblich unterlegen. Wer also wissen will, was
passiert ist, der lese die "paar" Artikel vor dem hier.
von Sash
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Nicht bestanden! Ich bin nicht durchgekommen, es war zwar „relativ knapp“, die Prüfer haben meine Vorbereitung gelobt, und ich
bin mir sicher, dass es nächstes Mal klappt. Insgesamt eigentlich verkraftbar, ich habe mich ja auch nicht zu sehr darauf eingestellt, dass es beim ersten Mal klappt. Dass der nächste freie
Termin erst in 5 Wochen ist, rockt da viel mehr rein. Ich hatte ja gehofft, einen Folgetermin in zwei bis drei Wochen zu bekommen. Das heisst, dass Sophie und ich mit unseren Finanzen am unteren
Ende des noch irgendwie erträglichen Limits angelangt sind.
Zum Ende den aktuellen Stand bei Arcor: Das Geld ist scheinbar heute eingegangen. Nach sechs Tagen! Haben die Berliner Sparkasse und die Deutsche Bank noch Brieftauben im Einsatz? Wahrscheinlich
setzen sie eher auf Laufvögel. Bachstelzen oder so...
Naja, der Stand ist also: Ab morgen werden wir wieder telefonieren können, „und das DSL-Signal kommt dann automatisch 24 Stunden später“. Nicht nur, dass mir diese Logik wohl nichts sagen muss,
aber warum erfahre ich jetzt schon wieder was anderes? Dass das nicht gleichzeitig freigeschaltet wird? Warum?
von Sash
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Im Laufe des Abends wollten Sophie und ich eigentlich noch einmal anrufen, um uns wenigstens bestätigen zu lassen, dass heute
das Geld von Mittwoch und Donnerstag eingegangen ist. Wir haben es gelassen. Wir haben ein bisschen ins Fußballspiel hineingesehen, ein paar Zigaretten geraucht, und haben es sonst einfach sein
lassen. Höchstwahrscheinlich ist das Geld auf dem Arcor-Konto, höchstwahrscheinlich ist also auch die Freischaltung im Gange. Sie kann zwar angeblich bis zu 48 Stunden dauern, aber es ist davon
auszugehen, dass da eine Kontostandsüberprüfung einmal am Tag stattfindet. Ich habe also nach der logischen Kombination des Halbwissens von fünf Arcor-Bediensteten eine reelle Chance, morgen
Abend, relativ zeitnah nach meiner hoffentlich bestandenen Prüfung all das zu bloggen, was ich in den letzten Tagen geschrieben habe. Und dann kann ich mich ganz ohne Zeitdruck und Zwang daran
machen, all die Dinge zu lesen, die ich in dieser Zeit verpasst habe. Bildblog, den Wagner im Original, Stefan Niggemeiers Blog, ein eventuelles Update von Klopfer, german-bash... das könnte ein
schöner Tag werden morgen. Aber warten wir mal ab, was Arcor und die Taxiinnung dazu meinen :)
Ach ja, an alle, die das jetzt in richtiger Reihenfolge mitgelesen haben: Kann mir jemand erklären, wo der Anruf aus der kaufmännischen Abteilung von Arcor abgeblieben ist?
von Sash
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Er ist angebrochen: Der Tag der Prüfung. In acht Stunden stehe ich auf, in neun fahre ich hin, in elf Stunden sollte es
losgehen, und eigentlich sollte die Entscheidung in 12 Stunden bereits gefallen sein. Ich weiss nicht so recht, wie es mir geht. Ich habe keine enorme Panik, weil bei dieser Prüfung so viele
Leute durchfallen, und ich das ja mehr oder minder sogar eingeplant habe. Meinem äußerst klammen Geldbeutel würde es extrem gut tun, wenn ich es jetzt schaffe, aber wenn ich noch mal eine Chance
in 14 Tagen hätte, dann wäre das auch ok. Darauf kommt es bei meinem Kontostand auch nicht mehr an. Genausowenig kommt es auf das eine Objekt oder die eine Straße an, die ich vielleicht zu wenig
im Kopf habe, weil ich gerade schreibe. Im „Nachhinein“ muss ich sagen: Ich hätte mehr lernen müssen, vielleicht auch können. Aber ob mir heute das zum Verhängnis wird oder doch eher die
Null-Toleranz-Einstellung der Prüfer, die mein Lehrer ihnen immer untersagt: Noch weiss man es nicht. Vielleicht stehe ich da morgen auch, und das Ganze wird eher locker.
Nach dem Gesetz der Serie müsste es aber eigentlich klappen, denn bisher hat sich in meinem Leben durch Zufall immer genau an der richtigen Stelle etwas ergeben. Die einzige Ausnahme war
eigentlich mein Wiederholen der elften Klasse. Aber ansonsten hab ich meine Gymnasialempfehlung ohne Anstrengung, mein Abi fast ohne Lernen, meine Zivistelle und meinen ersten Job ohne Suchen
bekommen. Beim Führerschein hatte ich atemberaubendes Glück, der Staplerschein war ein Witz, und jetzt kommt der P-Schein, auf den ich mich ausnahmsweise auch mal richtig vorbereitet habe. Was
soll mir das Leben anhaben wollen? Eine vergeigte Prüfung würde meinen Lebenslauf eigentlich nur vervollkommnen.
Wisst ihr was? Es kotzt mich an, dass das jetzt nicht wenigstens schon online lesbar ist!
von Sash
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25 Stunden, mehr nicht. Mehr bleibt mir nicht mehr bis zur Prüfung. Zu wenig, um alle Schwierigkeiten zu beseitigen, zu viel
um gar nichts mehr zu tun. Nervös bin ich trotzdem, obwohl ich mir seit einiger Zeit versuche klar zu machen, dass es wirklich kein Drama ist, wenn ich einmal durchrasseln würde.
Eigentlich hab ich einfach keinen Bock mehr. Ich würde gerne einfach den Spezialatlas zur Seite legen morgen Mittag, den Ortskundekatalog dazustellen und sie irgendwo im Regal als
Erinnerungsstücke verstauen. Nicht mehr lernen.
Bisher hatte ich immer unglaubliches Glück bei wichtigen Entscheidungen in meinem Leben, ich bin eigentlich guter Dinge, dass das auch dieses Mal klappt.
von Sash
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