Sashs Blog

Herzlich willkommen in meinem Blog!

Ich schreibe hier über unterschiedlichste Dinge, deswegen möchte ich allen Interes-senten an einem bestimmten Thema nahelegen, sich in diesem Fall ein Stückchen unter diesem Text die betreffende Kategorie anzeigen zu lassen. Wer dies unterlässt, muss auch den ganzen anderen Mist lesen...

PS: Ihr könnt gerne auch ältere Beiträge kommentieren, denn ich bekomme so oder so eine eMail!

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Eure letzte Meinung

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  • : Sash
  • sash
  • : männlich
  • : 12.11.1981
  • : Berlin Germany Europe Earth
  • : Linker Spinner mit wenig Geld und einem Hang zum Zynismus. Dennoch lebensfroh und gutmütig. Ist das hier ne Kontaktanzeige? :)

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Ich habe mich heute im Laufe des Tages der Geiselbefreiung gewidmet. Diese Geiselbefreiung ist unblutig beendet worden. Der Geiselnehmer hat sich noch nicht wieder blicken lassen, die Geisel (weiß, ca. 8 Jahre) befindet sich an einem unbekannten Platz in sicherer Obhut.
So, das war die Einleitung für die Freaks unter den Lesern. Genau genommen ging es nur um ein Telefon, und zwar um ein sehr altes - wie ich oben schon erwähnt hatte. Das gute weiße Telefon der alten WG.
Ich tue mich immer noch schwer mit Nachbarschaftskriegen im WWW, aber diese Geschichte kann ich dem geneigten Leser nicht vorenthalten.
Wir haben in der WG bisher drei Telefone.
  1. Das Graue, das wir gerade als einziges angeschlossen haben
  2. Das Weiße, das wir seit wir in Berlin wohnen im Regal liegen hatten
  3. Das Schwarze, das bei Ralf irgendwo begraben liegt, und das ohne das Weiße nicht funktioniert.
Nun ist das Graue sehr robust und hat unter anderem ein Bad In Cola bei einer WG-Party überlebt. In letzter Zeit schwächelt es allerdings, das Display ist total im Eimer und der Rest... naja: NOCH will es. Gestern hatte es dann mal wieder einen längeren Aussetzer, was offenbar an der geschwundenen Ladekapazität lag. Ozie und ich haben uns überlegt, vielleicht doch das Weiße mal wieder auszugraben...
Aber wo war es? Wir hatten es Anfang des Jahres verliehen. Haben wir es auch zurückbekommen? Wir dachten: Ja. Doch die Abwesenheit im Regal desselben und Unsicherheiten schienen das zu widerlegen.
Es war eine selten blöde Idee meinerseits, deswegen bei Ralf kurz oberflächlich nach dem schwarzen Telefon zu fahnden - weil es ja nicht ohne das Weiße funktioniert. Aber so habe ich - oh Wunder! - das Weiße gefunden. Akkurat verpackt in seinem Schrank, direkt neben dem Schneebesenaufsatz für unseren Pürierstab...

Auf Deutsch:
Mein Noch-Mitbewohner Ralf ist offenbar so ein hinterhältiges Arschloch, dass er versucht, uns ein Telefon zu klauen!

OK, sind wir mal ehrlich: Das Telefon ist etliche Jahre alt, kaum noch was wert und lag monatelang nur rum.
ABER: Es ist trotzdem unseres - genau genommen meines - und es ist unsere einzige Alternative zum derzeitigen, bald den Geist aufgebenden grauen Telefon.

Dazu kommen noch so Kleinigkeiten wie die Tatsache, dass Ralf gerade sicher mehr Geld hat, als Ozie und ich zusammen. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich ihm das missgönnen will, aber es steigert die Peinlichkeit dann doch, und darauf möchte ich nicht verzichten.

Deswegen zum Mitschreiben: Ralf klaut ein uraltes kaputtes Telefon, entweder weil er Angst hat uns zu fragen, oder weil er zu geizig ist, obwohl er alleine mehr Geld hat als wir. Man weiß ja gar nicht, was an dieser Neuerung jetzt am verabscheuungswürdigsten oder am peinlichsten ist, oder?

Ralf, solltest du das hier lesen:
  1. Ich achte die Privatsphäre anderer Leute - solange sie mir kein Zeug klauen. Und das war davor schon (siehe Schneebesen) der Fall! Wie ich draufgekommen bin? Tja... wenn du nicht so blöd oder zu faul wärst, das Telefon rauszuräumen, dann hätte ich das Teil in deinem Regal wohl nicht gesehen...
  2. Bevor du versuchst, den Mund aufzumachen: Ich hatte ernstlich erwägt, die Bullen zu holen - so sehr kotzt mich das an. Also mach nicht den Fehler, einen von uns dreien irgendetwas zu fragen, sondern räum in Demut das Geschirr und das schwarze Telefon raus und verpiss dich sofort!
  3. Versuch ja nicht, dich mit deinen billigen Ausreden davonzustehlen!
  4. Auf dem WG-Konto ist seit heute nur noch dein Geld. Nimm es und sei glücklich! Bevor du fragst: Nein, das ist alles! mehr wirst du nicht kriegen, so lange wir leben. (Anmerkung für die anderen Leser: Es ist genau der Betrag, den wir ihm schulden)
  5. Haha, du bist ein erbärmlicher Loser, dem nicht einmal zu peinlich ist, alte Telefone von Freunden zu klauen!
Was soll man dazu noch sagen? Wie tief kann man sinken?
Samstag, 18. oktober 2008
veröffentlicht in: Unsere WG
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Es gab am gestrigen Tag natürlich auch schöne Seiten, die nichts mit offen herumliegenden Fäkalien zu tun hatten. Ozie hat einen neuen PC bekommen. Nicht von ungefähr, sie hat ihn sich endlich bestellt, und das nach einer langen Suche. Die Suche war insbesondere deswegen so lange, weil sie es gewagt hat, sich einen PC zusammenzustellen, der möglichst wenig Strom verbraucht. Naja, preislich sollte er natürlich auch noch im Rahmen des Möglichen liegen. Heute kamen (natürlich just als ich die einzigen zehn Minuten des Tages einkaufenderweise nicht zu Hause war) die letzten beiden Pakete an. Folglich waren wir vorhin damit beschäftigt, das gute Stück zusammenzuschustern. Ein High-End-Gerät ist es natürlich nicht geworden, aber insgesamt halte ich das Teil für perfekt - zumindest, wenn es weiter gut läuft.
Das gute Teil hat folgendes intus (soweit ich das gerade zu wissen glaube)

CPU: 2 x 2,3 Ghz
RAM: 1 GB
HDD: 80 GB
GPU: ATI 3650, 512 MB RAM

Der PC ist genau an die Bedürfnisse von Ozie angepasst: Wenig Speicher für Daten, mittelmäßige Power für ein oder zwei ältere Spiele wie Sims2, extrem wenig Lärm, wenig Stromverbrauch und dazu durch Aufrüstbarkeit Zukunftssicherheit. Besser könnte ich mir gerade auch keinen PC zusammenstellen...
Er frisst den Berechnungen nach deutlich unter 200 Watt und schnurrende Kätzchen sind im Normalbetrieb eine Lärmbelästigung gegen das Teil. Die Musiksammlung von uns befindet sich so oder so auf meinem Rechner, und für Standardaufgaben wie Video, Internet und Office sind PC's seit etwa 4 Generationen sowieso immer zu gebrauchen. Ach ja: Ohne Monitor hat das Ding, das noch keinen sicheren Namen hat (vielleicht Nikkei?) runde 300 € gekostet.

Das lässt mich zurückdenken an meinen ersten PC (dessen Gehäuse erst seit heute arbeitslos ist), den ich für meine Generation erst verdammt spät bekommen habe. Es war Sommer 2000, und das Teil hat mit allem Zubehör (inkl. Drucker und Monitor) ca. 5000 DM gekostet. Da ich an diesem PC gelernt habe, wie man die Teile auseinandernimmt, aufrüstet und pflegt, weiss ich heute noch ganz genau, was drin war. Für die Halbzeit-Nostalgiker hier:

(für die echten Nostalgiker ist das schon neumodischer Kram)

CPU: Intel Pentium III, 800 Mhz
RAM: 128 MB (SD)
HDD: 20 GB
GPU: GeForce2, 32 MB RAM

Und der PC war hart im Nehmen! Der hat jahrelang alles über sich ergehen lassen. Wenn wir in der WG die Einzelteile nicht weiter verbaut hätten, dann würde ich ihn noch heute gerne als Notfallsystem nutzen. Na gut, Win98 wäre wohl in Zeiten des Internets nicht mehr so angesagt...
OK, das war jetzt ein Haufen technischer Schnickschnack. Ich hoffe, ihr habt es heil überstanden...
Donnerstag, 16. oktober 2008
veröffentlicht in: Unsere WG
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So, liebe Freunde der gepflegten Nachtunterhaltung. Ich habe mich in meinem Blog schon oft über Dinge aufgeregt. Meist betraf das die Politik, irgendwelche Medien mit Millionen-Umsätzen, aber manches Mal muss dann auch ich persönlich werden. Dieser Punkt ist jetzt endgültig erreicht! Es geht um meinen werten Noch-Mitbewohner Ralf. Meine Freunde kennen ihn, der Rest der Lesergemeinde nicht. Das soll auch so bleiben, denn ich würde nie seinen vollen Namen hier schreiben, da ich weiss, dass auch Chefs gerne mal nach Bewerbern googeln. Obwohl er es verdient hätte.
Eigentlich war bis hier alles geklärt. Wir haben ganz offensichtlich unterschiedliche Auffassungen vom (Zusammen-)Leben und wir haben Ende Mai friedlich verabschiedet, dass er die Wohnung Anfang Oktober verlässt. Am 29. September teilte er mir dann mit ("ne kurze Info"), dass er am 1. November - plus minus ein halber Monat - auszieht.
Ich bin immer noch der Meinungm, er hätte sicher auch früher was gefunden, aber das soll mal nicht Thema dieses Eintrages sein.
Inzwischen bin ich sowas von auf hundertachzig - er hat echt Glück, dass er sich vorher aus dem Haus geschleift hat. Ich bin schon seit einigen Monaten davon überzeugt, dass er ein sozial gestörter Mensch ist, aber seit er vor einer Stunde nach dem Arschabwischen nicht mal mehr gespült hat, reicht es mir einfach!
War es das? Einmal nicht gespült, und schon dreht der kleine Sash hohl? Mitnichten!
Ich zähle mal einfach ein paar Dinge aus diesem Jahr auf, die er sich erlaubt hat. Dann kann jeder selbst urteilen. Zur Ausgangslage: Wir sind eine dreiköpfige Nicht-Zweck-WG gewesen, in der alles gemeinsam gezahlt wurde, d.h. ein fester Betrag inklusive Essen und so - ein geniales Konzept, wenn die Leute passen!
Aber gut. Kommen wir zu einer kurzen unvollständigen Aufzählung. Zynismus werde ich mir kaum verkneifen können, aber ich bestätige feierlich, dass all dies real war und ich Verleumdungsklagen gelassen entgegen sehe.

Ralf hat
  • sich erstmal gleich Ende 2007 geweigert, einem Putzplan zuzustimmen, weil er bald arbeiten werde, und dann weniger Dreck macht, ergo weniger putzen muss. Eine so brutal dämliche Fehleinschätzung, wie wenn ein Elefant der Maus erklärt, dass sie den gemeinsamen Kot wegschaffen muss, da er kaum etwas dazu beitrage, weil er nur einmal am Tag kacken geht. Abgesehen davon war er ab da noch mehrere Monate arbeitslos. Er hat sich auch einen Monat lang mehr oder weniger ausgiebig mit der Küche beschäftigt, als Sophie und ich unsere faule Phase hatten. Das hat er zumindest bis Mai als Rechtfertigung gesehen, nicht mehr putzen zu müssen. Wegen des Putzplans: Wir sind bis heute so verblieben, dass er sich eine Alternative überlegt. Vielleicht ist ein Jahr aber auch etwas kurzfristig für so etwas unwichtiges...
  • Anfang 2008 ungelogen einen Monat lang im Wohnzimmer gelebt, sodass auf der Couch nur noch seine Sitzkuhle frei war. Der Rest des Zimmers war belegt von überquellenden Aschenbechern, Papierkram, Klamotten, Geschirr, Essensresten (ja, auch welche von der ersten Woche) und sonstigem Müll. Er hat nicht einmal - wirklich nicht ein mal - auch nur einen einzigen Teller rausgeräumt.
  • als einziger zu Jahresbeginn täglich Essen liegen lassen. So war es Standard, dass Ralf arbeiten gegangen ist, und Brot, Butter, Marmelade und Nutella nebst Geschirr und Besteck offen auf dem Tisch standen. Planmäßig für die nächsten 14 Stunden oder die Ewigkeit. Also das Prinzip: Auspacken, essen, fertig! Das praktiziert er, wenn er sich mal aus dem Zimmer traut, bis heute. Aber: Er ist so blöd und unfähig, sich zu merken, dass er etwas verwendet hat.
  • im Gegenzug mehrmals tagealte Wurst einfach wieder in den Kühlschrank gelegt. als ob nichts gewesen sei. Das kam auch mit noch kritischeren Lebensmitteln wie Mayonaise vor. Zu seiner Verteidigung: Er hat sie dann wirklich noch gegessen!
  • im Wohnzimmer einen heruntergefallenen Kaktus zu kaschieren versucht, indem er die mit Erde verdreckte Decke in die Ecke legte und einen Monat wartete. Da die Erde nicht verschwand, hat Sophie die Decke gewaschen.
  • einen (mehrere Quadratdezimeter großen) Blutfleck auf einem Sofakissen durch Umdrehen versucht zu verstecken.
  • in seinem Universum als einziger darauf geachtet, dass seine drei Großgeräte (Spülmaschine, Waschmaschine, Trockner) nicht kaputt gehen. Dagegen spricht - nur stellvertretend für alle Maßnahmen - dass ich mit Ozie seine Waschmaschine alleine repariert haben, ohne dass es ihn irgendwie interessiert hätte. Dass er deswegen auf die Dinge anderer (Sofa, Kühlschrank, etc.) achtet, heißt das natürlich nicht.
  • den ca. 40fachen Spülmittel-Verbrauch (eine viertel Flasche Konzentrat pro Becken) von mir. Und ich bin kein Dosierungskünstler. Waschmittel beschränkt sich auf den Faktor 5, dafür ist es hier lustig zu beobachten, dass er hier von der Meinung "Viel hilft viel" noch weniger abkommt: 5 verschiedene Mittel, Vorwäsche, Kochen... aber wenn man zu faul ist, einen Fettfleck vorher einzureiben... aber er versucht es konsequent immer wieder!
  • 24 Stunden am Tag sein Licht an. Danach zwei Monate keines, weil Birne kaputt. Dafür verweigert er sich auch konsequent der Nutzung von Energiesparlampen. Geflügeltes Wort inzwischen: "Licht ist an, ist Ralf da?"
  • das Wohnzimmer dann nach einem Monat doch aufgeräumt. Als sein Papi zu Besuch kam. Besser kann man seine Wertschätzung gegenüber den Mitbewohnern kaum ausdrücken. Papi ist es wert, dass man aufräumt, wir nicht. Danke, Arschloch!
  • nach dem Besuch nur 48 Stunden gebraucht, um das Wohnzimmer in den oben beschriebenen Zustand zurückzumüllen.
  • trotz seiner Ablehnung, ein eigenes Telefon zu bekommen, das einzige WG-Telefon als einziger mitunter Tage (ja, der Akku geht dann halt leer) in seinem Zimmer liegen. Gerne in der Schreibtischschublade. Immerhin nicht in der, die er als Aschenbecher verwendet. Also wenn wir mal nicht erreichbar waren: Der Schuldige war Ralf! Immer! Ausschließlich!
  • bisweilen die Angewohnheit gehabt, nur zurückzugrüßen, wenn es gerade kein Aufwand war - also eher selten - was innerhalb des engsten Freundeskreises echt etwas seltsam wirkt.
  • einen Monat lang nicht die Wohnungstüre zugemacht, sondern sie zufallen lassen. Was man für konsequentes Energiesparen halten könnte, verliert seinen Reiz allerdings, wenn man bedenkt, dass er meistens zwischen 0.00 und 3.00 Uhr von der Arbeit kam und ich desöfteren schon geschlafen habe.
  • nach dem klärenden Gespräch Ende Mai ein paar Tage lang geputzt wie ein Weltmeister (also sauber gemacht, was ich wortwörtlich erwähnt habe) und es seitdem komplett eingestellt. er verschanzt sich seit nunmehr drei bis vier Monaten in seinem Zimmer, kommt nur selten heraus - und das, obwohl keiner außer ich bei dem einen Gespräch je etwas negatives gesagt hat.
  • eine panische Angst entwickelt, er könnte zu viel Essensgeld zahlen. Das von jemandem zu hören, der 95% der Telefonkosten verursacht, lässt einen ahnen, wie es klingen mag, wenn Dummheit Geräusche machen würde.
  • bei einem Besuch seiner Eltern tatsächlich nur seine Küchengeräte geputzt und den Rest der Küche nicht, was immer er sich davon versprochen hat.
  • sich nicht einmal getraut, alleine etwas für die WG einzukaufen, offenbar weil er panische Angst hatte, etwas falsch zu machen.
  • während des Jahres 2008 nicht ein einziges Mal den Hausmüll entsorgt. Und wir haben einen Müllschlucker vor der Wohnungstür (2 bis 3 Meter).
  • als einziger WG-Bewohner noch nie die Gemeinschaftshandtücher gewaschen, geschweige denn sie vom Trockner wieder ins Bad geräumt. Er hat sie dann in der Küche auf den Tisch gelegt - damit jemand anders sie wegräumt Wozu auch mehr Arbeit? Er benutzt ja nur seine eigenen. Außer eben wenn es mal nötig ist...
  • zu Zeiten eines getrennten Einkaufs auch gerne mal anderes Essen gegessen, wenn seines mal nicht mehr gut war. Besonders raffiniert: Nur ein halbes Würstchen zu essen, und die obere Hälfte so in die Packung zu legen, dass es aussieht, als wäre es noch ganz...
  • seit Anfang Juli alle Ess-Löffel der WG in gebrauchtem Zustand in seinem Zimmer liegen. Dazu den einzigen Bierkrug, den einzigen wirklich brauchbaren Messbecher und alle Müslischalen. Wenn man Besteck nachkauft, verschwindet es übrigens auch...
  • seit Mitte Juli genau einmal gespült: Ein paar Teller und Gabeln aus seinem Zimmer. Die Messer, die er beim Brotschmieren verwendet, spülen sich wie von Zauberhand immer selbst. Scheint er zumindest zu glauben. Außerdem dauert so ein Spülgang runde 36 Stunden, was echt witzig zu beobachten ist, aber eben auch ein Spülbecken so lange blockiert...
  • meine ihm ausgeliehenen DVDs ordentlich auf seinem Fußboden gelagert. Die Hülle dazu im Regal. Sind ja nicht seine...
  • es sich offenbar zur Aufgabe gemacht, möglichst ausschließlich Metall-Pfannenwender in den Teflonpfannen zu verwenden. Man sollte erwähnen, dass die WG einen solchen gar nicht besitzt, und er dafür immer seinen eigenen holte. Dieses Verhalten änderte sich auch nach zwei Hinweisen seitens Nico auf die entstandenen Kratzer und deren Ursprung nicht.
  • in den Sommermonaten beschlossen, auf das Benutzen einer Klobürste zu verzichten. Es sei denn, es war Besuch anwesend...
  • den Schneebesenaufsatz unseres neuen Pürierstabes in sein Zimmer gelegt, offenbar weil er seinen eigenen vor Benutzung retten wollte. Entweder er ist inzwischen hochgradig paranoid oder bekloppt.
  • sooo viel zu tun (alle anderen ja nicht), dass er meistens an einem freien Tag wäscht und dann am nächsten freien Tag (eine Woche später) trocknet. Das heisst: Sein Zeug blockiert eine Woche lang die Waschmaschine. Lässt jemand anders sein Zeug mal drin liegen und Ralf will waschen, dann packt er es nicht einmal, das Zeug die 6 Meter zum Trockner zu tragen - was wir mit seinem Zeug wenigstens auch immer machen.
  • inzwischen ohne ein Wort zu sagen aufgehört, Essensgeld zu zahlen ("mite july august mienuns einkauf" steht im Betreff der Überweisung. Das hindert ihn freilich nicht, sich bei den ein oder anderen Lebensmitteln von unserem Bestand zu ernähren. Nicht viel vielleicht, aber immerhin.
  • versprochen, dass er bis Anfang Oktober auszieht -nicht Ende, oder gar November. Die lange Frist ist übrigens entstanden, weil er damals noch einen Job mit Urlaubssperre bis dorthin hatte. Inzwischen war er länger arbeitslos und hat sich einen neuen Job besorgt. Wohnung war offenbar nicht so wichtig.
  • eine so wenig ausgeprägte Kritikfähigkeit, dass er selbst die Frage, warum er wegen einer Karte nicht Bescheid gesagt hat, mit einem Gegenangriff beantworten muss. Also: Er ist zu einhundert Prozent kritikunfähig. Mit viel Glück reicht es im Einzelfall zu einem Versprechen, das dann nicht eingehalten wird.
Aber ich muss anerkennen: So konsequent dämlich, faul und ängstlich muss man erst mal sein. Ich weiss auch, dass das nicht mehr normal ist und einen tatsächlich an gewisse psychische Krankheitsbilder erinnert. Aber nach dem Jahr ist das nicht meine Aufgabe. Ich bin ein guter Freund, das könnt ihr mir glauben, aber irgendwann ist einfach Schluß mit Geduld. Denkt dran: Ich habe ihn nicht wegen einer dieser Geschichten unsachlich angegangen. Nicht einmal bei der Klobürste!
Aber jetzt reicht es einfach. Ich hoffe, dass er sich baldestmöglich verkrümelt und wenigstens den Anstand besitzt, die zwei Drittel unseres Geschirrs, die verdreckt bei ihm im Zimmer liegen, rauszuräumen. Ans Spülen desselben glaube ich eh schon nicht mehr...

PS: Ralf glaubt wahrscheinlich bis heute, dass es mir darum geht, dass er in Küche und Wohnzimmer zu wenig geputzt hat. Das geht mir prinzipiell am Arsch vorbei! Unsere Bude ist nicht ordentlich, nicht übermäßig sauber und wir anderen sind keine Fanatiker was Putzen und Aufräumen angeht! Mich kotzt diese grundsätzliche Interesselosigkeit an, dieses Übergehen der Tatsache, dass andere Menschen auch hier leben und dass man manche Dinge vielleicht mal machen oder eben lassen muss in einer WG. Wecker um fünf Uhr auf Konzertlautstärke ist eben nicht. Es ist schon bitter genug, dass er nicht einmal merkt, was man um ihn rum alles organisiert. Wer die Miete vom WG-Konto überweist, wer Putzmittel kauft, wer Probleme mit Arcor klärt? Mit Sicherheit nicht Ralf! Der liegt in seinem Bett vor dem Fernseher und grunzt, wenn mal was nicht geht. Damit erledigen sich die Probleme der WG. Nur wenn es ausschließlich um ihn geht, dann ist er fix. Aber so Kleinigkeiten wie das halbwegs zeitnahe Zahlen der Miete oder ein Anruf bei einem Techniker? Des macht doch irgendjemand anders...
Ja, ich!

Ach ja: Gegenargumente von Ralf: Ich und Sophie schotten uns ab und er hat Ende 2007 einen Monat lang die Küche aufgeräumt...

Und nun fühlt euch frei, eure Meinung zu sagen.


Mittwoch, 15. oktober 2008
veröffentlicht in: Unsere WG
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OK, nur zur Information: Es ist fünf Uhr in der Frühe, ich habe nach einem lernlastigen Tag jetzt die Nacht damit zugebracht, mit Nico zusammen den letzten Müll des Fernsehens zu sehen (und Nintendo64 zu zocken). Jetzt bin ich mental kurz nach einem Zusammenbruch (seht euch mal zwei Stunden "Stimpy und Ran" an), aber leider noch nicht ganz bettschwer. Ich versuche dennoch zu pennen, da in dreieinhalb Stunden der Wecker klingelt, und dann Frühstück und Demo angesagt ist. Das kann ja heiter werden...
Mehr gibt's dann demnächst...
Samstag, 11. oktober 2008
veröffentlicht in: Unsere WG
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Es gibt ja einige bekloppte Spielchen, die einen Abend unterhaltsam machen können. Unter anderem zählt natürlich das Fernsehen dazu. Nun ist das Fernsehen alleine bisweilen so bekloppt, dass es die gewünschte Unterhaltung alleine gar nicht mehr bieten kann. Da haben wir in der WG Abhilfe geschaffen.

Wir nennen es "Was sagen sie zu...", denn das beschreibt das Spiel recht gut.

Man setzt sich am besten in großer Runde vor einen Fernseher und denkt sich eine Frage aus. Unser erster Beitrag in diese Richtung war:
"Was sagen sie zur aktuellen Finanzkrise?"
Dann zappt man zu einem anderen Kanal und hört sich an, was dort "zur Finanzkrise" gesagt wird. Natürlich sind viele Fehlschläge dabei, aber bisweilen kann man heulen vor Lachen.
So gab es heute auf die Frage nach dem Wahldebakel in Bayern die vortreffliche Antwort: "Das ist eine Frage, die letzte Woche viele Menschenrechtskenner beschäftigt hat." (so in etwa, Wortlaut habe ich nicht mehr parat.

Die Krönung war ein Dialog über die Unterwäsche, die HSE24 verkauft (auch hier alles eher sinngemäß):
"Was sagen sie zu den Schlankstützprodukten?" -zapp-
"Ich bin ja so entzückt"
"Was sagen sie zu Frauen, die so etwas tragen?" -zapp-
"Darf ich mal was aus ihrem Wäscheschrank klauen?"

Diesen infantilen Humor werden vielleicht nicht viele teilen, aber wenn es jemand tut: Ich wäre interessiert an anderen witzigen Treffern...

Montag, 6. oktober 2008
veröffentlicht in: Unsere WG
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